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Voivod Target Earth

Thrash Metal, Century Media/EMI 10 Songs / 56:37 Min.

6/ 7
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Review in METAL HAMMER 02/2013
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Foto: METAL HAMMER

Innovatoren, Pioniere, Bahnbrecher, Avantgardisten, Wegbereiter, Vorreiter – all das sind Voivod, eine der einflussreichsten, aufregendsten, aber auch unterbewertetsten Bands der Metal-Historie. Die Kanadier erfanden sich im Verlauf ihrer Karriere immer wieder neu. Eine Karriere voller Höhen und noch mehr Tiefen, mit dem Krebs-Tod des Gitarristen und Hauptkomponisten Denis „Piggy“ D’Amour als tragischem Tiefpunkt im Jahr 2005. Dank Schlagzeuger Michel „Away“ Langevin gab die Band nie auf und veröffentlicht nun mit TARGET EARTH das stärkste und typischste Voivod-Album seit THE OUTER LIMITS. Und dieses liegt immerhin fast zwei Jahrzehnte zurück.

Fronthüne Denis „Snake“ Belanger singt angepisst wie lange nicht mehr. Der neue Gitarrist Daniel „Chewy“ Mongrain lässt mit seinem, dem verstorbenen Vorgänger ähnelnden, leicht spacigen Spiel die Kinnladen herunterklappen, der zurückgekehrte Basser Jean-Yves „Blacky“ Theriault verleiht Voivod einen deftigen Punch, und Langevin, der wie immer auch das Cover gezeichnet hat, groovt gleichermaßen anspruchsvoll und brutal.

Das fintenreiche, variable, zugegebenermaßen nicht einfach zu konsumierende Song-Material besticht durch psychedelisch anmutende Melodiebögen, Progressivität im wörtlichen Sinne, technische Finessen, intelligente, sozialkritische Texte, aufwühlende Arrangements und interessante wie jederzeit schlüssige Wendungen. Eine topmoderne, selbstbewusste, total eigenständige Scheibe, die irgendwo zwischen DIMENSION HATRÖSS, NOTHINGFACE und ANGEL RAT angesiedelt ist und hoffentlich die Beachtung finden wird, die sie verdient.

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