Exklusive Judas Priest Vinyl mit dem Metal Hammer 03/24

So war das Redemption Festival 2014 mit Primordial, Ruins Of Bevarast u.a.

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Freitag,  28. November – The Academy

Am Eingang des Academy Klubs herrscht reges Treiben, als drinnen bereits die erste Todeswalze rollt. Die Iren Malthusian, die erstmals 2013 mit ihrer EP MMXIII für Aufsehen sorgten, schwängern den in blauen Nebel gehüllten Laden mit erdrückend schweren Riffs.

Der tödliche Dreizack Drowned, als Ersatz für die durch Fingerbruch verhinderten Berliner Kollegen Necros Christos geholt, versetzt die Menge mit düster unbarmherzigem Death Metal danach in okkulte Doom-Trance. Ihre heftigen Midtempo-Blasts, sägende Riffs und tiefe Growls braten ultra-fett.

Dead Congregation halten locker mit. Die derzeit heißesten Eisen des teuflischen Untergrund des Todes sprühen gewaltige Funken. Seit Erscheinen ihres zweiten Albums PROMULGATION OF THE FALL (2014) haben die vier Griechen einen mächtigen Lauf. Auch in Dublin bläst die Band alles an die Wand und ebnet dem Headliner den Weg. 

Laut Veranstalter kommt die Hälfte der Besucher aus dem Ausland, was natürlich an Primordial liegt. Die Iren legen mit einem von sechs neuen Stücken am heutigen Abend los und die ersten Reihen singen den Titelsong ‘Where Greater Men Have Fallen’ unfassbar textsicher mit. Beim folgenden Klassiker ‘Gods To The Godless’ erreicht die Truppe um ihre heute stocknüchtern brillierende Rampensau Alan „Nemtheanga“ Averill bereits jenes schwerelose Surren, das ein Neuronenfeuerwerk im Hirn auslöst.  Der zweistöckige Saal kocht, wobei Gassenhauer und aktuelles Material locker ineinander fließen. Selbst der schräge Rocker ‘Ghosts Of The Charnel House’ kommt an. Gänehaut pur – und nicht nur beim hierzulande besonders bedeutungsschwangeren ‘The Coffin Ships’. Nach zwei rauschenden Zugaben beendet Alan diesen Triumphzug: „Wir sind Primordial und wir sind von … hier!“  Stimmt, falls „hier“ die Welt meint.

Samstag, 29. November – Voodoo Lounge

Trotz einiger Pints vom leckeren Schwarzen, geht es pünktlich zum Auftakt der zweiten Runde in der kleineren und etwas schmierigen Voodoo Lounge mit Vircolac weiter. Die 2013 gegründete Truppe um Sänger sowie Invictus Labelchef Daragh O’Laoghaire und ex-Cruachan Trommler Colin Purcell kommt bei ihrer Live-Premier mit einem räudig-düsteren und teils experimentellen Todesgebräu im Heimspiel sehr gut an.

it den Wizards Of Firetop Mountain folgt die stilistisch auffälligste Band des Wochenendes. Irgendwo zwischen 70’s Psychedelic Rock, traditionellem Metal und etwas Stonerrock-Einschlag überzeugen die nicht alle Töne treffenden Zauberer ihr heimisches Publikum dennoch als willkommene Abwechslung. Wenn Primordial-Sänger Alan Averill seine Kapuze gegen ein Stirnband tauscht und sich einen Bass umhängt, kommt sein räudig-kratzbürstiges Doom-Projekt Dread Sovereign an die Reihe.

Es läuft nicht so flüssig wie bei seiner Hauptband am Vorabend, aber starke Bühnenpräsenz und feiernde Fans machen das wieder wett. Das Trio überzeugt mit Krachern wie ‘13 Clergy To The Flames’ und ‘Cthulhu Opiate Haze’.

Wo Bölzer hinlangen, wackeln Füllungen und Ohren. Auch in Irlands Hauptstadt wuchtet das schweizer Brachial-Duo von ‘Roman Acupuncture’ bis ‘Zeus –  Seducer Of Hearts’ einen Rohmetallbrocken nach dem anderen die muntere Meute. Die Senkrechtstarter des Jahres 2014 präsentieren sich in bestechender Form und ihre düsteren Lärmteppiche enthüllen überraschend filigrane Muster, was auch für einen noch namenlosen neuen Song gilt.

Die letztjährige Entscheidung von Alexander von Meilenwald, Ruins Of Beverast endlich live auftreten zu lassen erweist sich als Glückfall. Von rotem Nebel umwallt lassen die deutschen Schwarzgeister bullige Klangungetüme wie ‘Malefica’ auf ihre faszinierten Zuschauer los. Das Meisterhirn gurgelt kehlige Urlaute hervor, die über dunkle Tonsümpfe wabern. Die in den Abgrund ziehende Schwere wird mit einem feinen Gespür für den richtigen Zeitpunkt von halbakustischen oder pilzigen Psychomomenten  mit Kontrasten angereichert. Ein grandioses Finale.

Marcel Rudoletzky, Gunnar Sauermann

Setliste Primordial

Where Greater Men Have Fallen

Gods To The Godless

Babel’s Tower

No Grave Deep Enough

Come The Flood

Autumn’s Ablaze

Ghosts Of The Charnel House

Heathen Tribes

The Alchemist’s Head

Bloodied Yet Unbowed

Sons Of The Morrigan

The Coffin Ships

Wield Lightning To Split The Sun

As Rome Burns

Empire Falls

Setliste Ruins Of Beverast

Daemon

Cain’s Countenance Fell

The Clockhand’s Groaning Circle

Between Bronze Walls

50 Forts Along The Rhine

Malefica

I Raise This Stone As A Ghastly Memorial

Setliste Bölzer

Roman Acupuncture

C.M.E.

Soul Eclipse

(Neuer Song)

The Great Unifier

Entranced By The Wolfshook

Zeus – Seducer Of Hearts

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Party.San 2024: Alle Infos zum Festival

Datum Das Party.San 2024 findet vom 08. bis zum 10. August 2024 statt. Veranstaltungsort Seit 2011 wird das Festival auf dem Flugplatz Obermehler in Schlotheim veranstaltet. Adresse: Flugplatz Obermehler-Schlotheim 99996 Obermehler Anzeige: Festival-Ausrüstung mit Rabattcode günstiger kaufen: Decathlon Gutschein Preise & Tickets Der Ticket-Vorverkauf für 2024 läuft. Dead Bird-Tickets ab 135,70€ erhältlich. Im Shop gibt es weitere Bundles. Bands Abbath (Headliner) Afsky Akhlys Alkaloid Anaal Nathrakh Bastard Grave Behemoth Bewitched The Black Dahlia Murder Blood Fire Death Broken Hope Cloak Cryptopsy Darkened Nocturn Slaughtercult Disentomb Enthroned Eternal Champion Grave Hate Heretoir Horresque Imha Tarikat Incantation Iron Walrus Konvent Kraanium Krzysztof…
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