Rotting Christ - Aealo
Ihr letztes Album THEOGONIA stand schon für eine Rückwendung zur schwarzmetallischen Finsternis, doch mit AEALO haben es die Griechen geschafft, inmitten der Dunkelheit das Feuer des okkulten Mystizismus neu zu entfachen. Endgültig vorbei sind die Zeiten gefälliger, Moll-tönender Riff-Kultur, hier treffen schroffe, fast Industrial-mäßig repetitive Härte und kalkulierter Bombast auf ausgefeilte exotische Klangfarben zwischen Fernost und griechisch antik. Es regieren rituelle Song-Strukturen und hypnotische Beat-Attacken - und wer jetzt an (alte) Samael denkt, liegt nicht völlig verkehrt. Überhaupt steigert sich AEALO von Song zu Song, die Höhepunkte finden sich fast alle in der zweiten Hälfte: das magisch fordernde '... Pir Threontai', 'Thou Art Lord', das unter Mithilfe von Primordial-Sänger Alan Nemtheanga die gotische Pracht der mittleren Rotting Christ-Schaffensphase perfekt in den Kontext dieses Albums übersetzt, das atemlos hysterische 'Santa Muerte' und als Gänsehaut-Rausschmeiß...

