Toggle menu

Metal Hammer

Search
Motörhead-Vinyls

Anthrax: Scott Ian über Vorab-Aufnahmen bei Live-Konzerten

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Bei Live-Konzerten wird längst nicht alles auch wirklich live gespielt. Backing-Tracks kommen in jeglichen Genres gehäuft zum Einsatz – seien es Vorabaufnahmen des Gesangs oder Schlagzeugs, die dann während der Show vom Band laufen. Dass Halestorm von solchen Hilfsmitteln keine Fans sind, hatte sie vor einiger Zeit in einem Interview erzählt. Und auch Anthrax-Gitarrist Scott Ian sich mit dieser Art der Technologie-Nutzung nicht anfreunden.

Im Gespräch mit „Live From Nerdville With Joe Bonamassa“ erzählte der Musiker: „Ich möchte nicht wie ein alter Mann klingen, aber – komm schon: Ich verstehe es ja, wenn es sich um einen riesigen Pop-Act oder eine Riesenproduktion oder so etwas handelt, oder auch wenn Pink Floyd ‚The Wall‘ spielen und es einige aufgenommene Sachen wie Voice-Over oder was auch immer gibt… Aber ich hasse es, zu einer Show zu gehen und sofort zu wissen, dass jeglicher Begleitgesang vorab aufgenommen ist.“

Es gibt Ausnahmen

Dabei nerven Ian vor allem Band-Aufnahmen von Instrumenten und Gesang, die man problemlos auch live umsetzen könnte. Anders sehe es beispielsweise bei Rob Zombie aus: „Ich denke, Rob Zombie ist jemand, der das wirklich gut macht, weil bei ihm einfach sehr viel passiert. Es ist ganz einfach aufzugliedern in Gitarre, Bass, Schlagzeug und seinen Gesang. Und das könnten sie gut umsetzen, wenn sie ihre Songs spielen.

Aber wenn man sich die Platten anhört, gibt es zusätzlich noch viele kleine gesprochene Parts und Sequenzen aus Filmen und Samples und solche Dinge. Wenn man diese Tracks mitlaufen lässt, ist das großartig, weil es eine Atmosphäre hinzufügt, die es nicht gäbe, wenn nur Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang zu hören wären. Und ich ich finde das großartig und in Ordnung. Aber wenn man etwas vortäuschst – nein, dann kaufe ich das nicht ab.“

Entsprechender Vermerk auf den Tickets

Weiterhin ist Ian der Meinung, dass man dem Publikum mitteilen sollte, wenn Bands zum großen Teil mit Playbacks arbeiten. „Ich denke, es sollte tatsächlich so sein – ich weiß nicht, wie man das gesetzlich regeln könnte – aber ich denke, sowas sollte auf ein Ticket gedruckt werden, sodass bei entsprechenden Bands und Shows zu lesen ist: ‘70 Prozent der Show, für die du 250 Dollar bezahlst, sind bereits aufgezeichnet.’ Es sollte auf dem Ticket stehen.“

Spezial-Abo
teilen
twittern
mailen
teilen
Armored Saint: John Bush gegen Soziale Medien

Anlässlich des am 23. Oktober erscheinenden neuen Armored Saint-Albums PUNCHING THE SKY bat Metalsucks Sänger John Bush zum Gespräch in deren Podcast. Neben Musikthemen kam unter anderem zur Sprache, weshalb Bush keine Social Media-Accounts führt. Schließlich würden aktive Kanäle auf Facebook, Twitter et cetera nicht nur ihn darstellen, sondern in gewisser Weise auch die Band repräsentieren. "Ich gehöre zu der selteneren Spezies von Musikern, welche die Sozialen Medien nicht nutzen. Manche Leute bedauern das und meinen zu mir, dass ich mir damit schaden würde. Und ich muss mich bei der Band entschuldigen. Denn ich weiß, dass ich auch Armored Saint…
Weiterlesen
Zur Startseite