Black Sabbath haben früher viel improvisiert – so viel, dass die Briten manche Songs niemals in ihrer eigentlichen Studiofassung gespielt haben. ‘Paranoid’ (PARANOID, 1970) sei zum Beispiel solch ein Fall gewesen, wie sich Schlagzeuger Bill Ward erinnert. Im Interview mit ‘LA Radio Sessions’ sprach er außerdem über den Song, bei dem die Band vermutlich am experimentierfreudigsten war.
Niemals identisch
„Nun ja, wenn ich darüber nachdenke, bestand der Großteil unserer Shows aus Improvisation“, spekulierte Ward. „Tony legte immer wieder richtig fette Gitarrensoli hin. Das war einer der Programmpunkte, die manchmal bis zu 40 Minuten dauerten. Anfangs spielten wir fast zweieinhalb Stunden, manchmal sogar noch länger. Es war also nichts Ungewöhnliches für uns. Damals war ein Gitarrensolo immer ein Highlight. Und das ist es immer noch.
Es war schwierig, ein Lied zu finden, bei dem wir genau wussten, wohin die Reise geht und wo Improvisation nicht wirklich erlaubt war. Aber wir hatten Songs – und ich versuche mich gerade zu erinnern, aber mein Gedächtnis lässt mich im Stich –, bei denen wir uns austoben durften; bei denen das Lied ausbrach, sich abspaltete und wir Schlagzeug-, Gitarren- oder Basssoli einbauten, je nachdem, was sich gerade ergab. Wir haben ständig etwas verändert.
Ich habe ‘Paranoid’ nie zweimal auf die gleiche Art und Weise gespielt. Ich wüsste gar nicht, wie. Aber ich habe versucht, bei den meisten Stücken im Groove zu bleiben. Als Schlagzeuger habe ich versucht, den Groove so beizubehalten, wie wir ihn ursprünglich aufgenommen hatten. Aber manchmal denke ich mir einfach: ‚Was soll’s, ich bau das jetzt einfach mal ein.’“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
