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Dee Snider genervt von Tourneen nach Abschiedstourneen

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Wenn Bands, die sich offiziell zur Ruhe gesetzt haben, noch einmal die Lust am Live-Musizieren packt, hat das immer zwei Seiten. Einerseits darf man sich freuen, seine Helden wiedersehen zu können. Andererseits haben solche Reunions nicht selten einen faden Beigeschmack. Vor allem wenn es zuvor eine Abschiedstour gegeben hat. Ex-Twisted Sister-Frontmann Dee Snider sieht das auch so.

Im Interview bei Ultimate Guitar wurde Dee Snider zu seiner Meinung zum „aktuellen Trend“ gefragt, wonach Bands aus ihrem Ruhestand zurückkehren und erneut auf Tour gehen. Als Beispiele wurden hier Mötley Crüe und Rage Against The Machine angeführt. Seine deutliche Antwort: „Ich finde, das ist Bockmist. Aber wenn du Abschiedstour sagst… Rage Against The Machine hatten sich getrennt, das ist kein Ruhestand. Sie haben sich getrennt und wiedervereint. Und das ist großartig.

Kein Plan B

Doch wenn du eine Abschiedstour machst, das so verkündest, Tickets verkaufst und ein T-Shirt hast, auf dem ‚No More Tours‘ steht – danke dir, Ozzy Osbourne, ich habe so eins gekauft – und du kommst dann zurück, das ist Bockmist. Wenn du also sagst, du setzt dich zur Ruhe, nehmen die Leute es nicht ernst. Es ist wie ein Witz. Und ich finde, das ein Teil dessen ist, dass bei diesen Künstlern nichts anderes passiert. Ohne aufzutreten haben sie keine Karriere. Ich habe so viele Dinge gemacht: Ich habe den Broadway erwähnt, ich habe inzwischen 30 Jahre Radio gemacht. Synchronsprecher-Arbeit.

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Ich schauspielere, schreibe Drehbücher, werde Regie bei meinen zwei ersten Filmen führen. Eigentlich sollte ich im Mai schon drehen, aber COVID-19 hat das verhindert. Gerade habe ich meinen ersten Roman fertiggestellt. Und jetzt in der späten Phase meines Lebens habe ich meine Stimme gefunden, meinen Platz in der Metal-Gemeinschaft. Nach vielen Versuchen während der letzten paar Jahrzehnte habe ich endlich meinen Platz gefunden. Wenn ich also irgendetwas musikalisch mache, gehe ich nicht rückwärts. Ich werde mit Dee Snider musikalisch weiter vorwärts ins neue Jahrtausend gehen.“


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