Toggle menu

Metal Hammer

Search

Im Pit bei: Strike Anywhere + Authority Zero + Idle Class

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Die Melodic Hardcore-Legenden Strike Anywhere sind zurück: nach Jahren der Europa-Abstinenz kehren Thomas Barnett und seine Mannen endlich auf die Bühne zurück. Wir waren in Berlin dabei!

Das Bi Nuu ist schon am frühend Abend ansehnlich gefüllt – kein Wunder, steht doch mit dem Opener Idle Class aus Münster schon um 20 Uhr eine der großen deutschen Punk Rock-Hoffnungen auf der Bühne. Das aktuelle Album OF GLASS AND PAPER deutete bereits an, was diese Jungs können und das wird live nochmal eindrucksvoll unterstrichen. Das Energielevel ist vom ersten Akkord an extrem hoch und ‘The Drama Continues’, ‘Worn Out Shoes’ oder ‘I Used To Say It’s Just a Phase’ werden mit viel Spielfreude vorgetragen. Nach Dreißig viel zu kurzen Minuten ist Schluss – starker Auftakt, auch wenn die Publikumsreaktionen leider etwas verhalten ausfallen!

Idle Class
Idle Class @ Bi Nuu

Es folgen die Punk-Rocker Authority Zero, die bereits seit 1994 aktiv sind und mit ‘Revolution’ aus dem Abend eine richtige Punk Rock-Show machen. Crowdsurfing, Pogo und Circle-Pits feuern die Band aus Mesa-Arizona an, alles rauszuhauen was geht. Das gelingt den Deutschland-Dauergästen mit ihrem eigenwilligen Mix aus 90er-Punk, Hardcore und Reggae auch erstaunlich gut. Der Laden steht regelrecht Kopf und Frontmann Jason DeVore springt sogar ins Publikum um mit der Meute zu feiern. So geht Punk Rock, auch wenn sich der Sound der Band nicht wesentlich von den 90er Größen abheben will und auch die Songs eher Standardware sind. Hier regiert die reine Live-Energie – nicht umsonst ist Band seit 15 Jahren beinahe durchgehend auf Tour.

Authority Zero
Authority Zero @ Bi Nuu

 

Melodic Hardcore at it’s best!

Was dann folgt kann einfach nur als Abriss kategorisiert werden: Nach Jahren der Abstinenz kehren die Polit-Punks Strike Anywhere unter der Führung des sympathischen Frontmannes Thomas Barnett auf eine Berliner Bühne zurück und geben wie gewohnt alles. Egal ob ‘The Crossing’, ‘Aluminium Union’, ‘Infrared’ oder der vom Publikum vor der Bühne frenetisch gefeierte Klassiker ‘Chorus Of One’, das mit seiner legendären Textzeile „To live in discontent / Anti-Establishment / Not by words or by fashion, by nature / since the day we were born” zahlreiche erhobene Fäuste und eine durchdrehende Moshpit erzeugt. Es gibt nur wenige, kurze Ansagen die sich wie gewohnt gegen das kapitalistische System, Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit und Homophobie richten.

Strike Anywhere
Strike Anywhere @ Bi Nuu

Außerdem freut sich die Band , wieder in Deutschland zu sein – dem strahlenden Grinsen auf dem Gesicht ihres Frontmanns nimmt man diese Aussage sofort ab. Ansonsten zieht die Band einen Klassiker nach dem nächsten aus dem Köcher: ‘We Amplify / Blaze’, ‘Chalkline’ und natürlich die Anti-Polizeigewalt-Hymne ‘Sunset On 32nd’ die mit Blick auf die Geschehnisse in den USA heute nicht weniger Brisanz mit sich bringt als vor 15 Jahren. Das Publikum goutiert dieses Best Of-Stakkato mit vielen Stagedives, Circle-Pits und viel ausgelassener Bewegung im Moshpit. Nach ‘I’m Your Opposite Number’ ist Schluss und ein glückliches Publikum zieht in die Berliner Nacht. Strike Anywhere-Shows sind immer Glanzlichter des Punk Rock / Melodic Hardcore – und auch an diesem Tag steht fest: diese Band verdient ihren Legenden-Status auch 15 Jahre nach CHANGE IS A SOUND!

Eike Cramer
Eike Cramer
Eike Cramer

Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos

Werbung

teilen
twittern
mailen
teilen
Metal-Zensur: Die zehn härtesten Fälle

Rock'n'Roll und Heavy Metal mussten sich schon immer mit Zensur oder Indizierung herumschlagen. Schon als Elvis Presley seinen Hüftschwung praktizierte, gab es Zensur in der Form, dass es nur noch Aufnahmen gab, die ihn ab oberhalb der Hüfte zeigten. Über die Jahre wurde  einiges unter dem Banner des Jugendschutzes vorsorglich entsorgt beziehungsweise nicht mehr zugänglich gemacht. Doch obwohl sich die Regeln und Vorgaben immer weiter gelockert haben, gibt es heutzutage immer noch davon betroffene Bands. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um tetxliche Inhalte, vor denen Kinderaugen bewahrt beziehungsweise brave Landesbürger "beschützt" werden sollen. Am härtesten durchgegriffen wird…
Weiterlesen
Zur Startseite