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Im Pit bei: Touché Amoré

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Freitags in Berlin heißt es Augen auf. Zu schnelles durch die Stadt stolpern kann direkt in die geöffnete Feierhölle führen. Aus jener treten aber unheimlich verrückte Gestalten hervor, die jede noch so abwegige Ecke aufspüren können. So das Cassiopeia, das sich gekonnt hinter grauen Pfützen und schalen Betonplatten an der Warschauer Straße verschanzt. Nur fällt schnell auf: Was sich draußen in der Nacht tummelt, ist nichts verglichen mit der freundlichen Schönheit der heute anströmenden Post Hardcore-Fans. Der Klub, nach dem Sternenbild des Nordhimmels benannt, empfängt heute Touché Amoré und die maximale Besucherzahl.

Den Anfang machen Dad Punchers – die abgespeckten Touché Amorés sozusagen. Nur dass Drummer Elliot Babin eben mal zu Gitarre und Gesang wechselt und lieber verspielt melodramatischen Pop Punk inszeniert. Ein Blick in die Runde wird von verschränkten Armen blockiert. Doch, oh Wunder, dies sei tatsächlich eher der heimeligen Atmosphäre zu verdanken, dass hier zu sonnigen Klängen versunken mitgewippt wird. Babin und Band fungieren als Sinnbild amerikanischer Highschool-Filme, die das Nerd-Sein ad acta legen und in vorsichtiger Rebellion ausbrechen wollen. Dies atmen Texte wie “people come and go” in “Cul De Sac”, “I’d rather sleep alone” in “These Times Weren’t Made For You” oder dort ansetzend “Your Haircut Man”, das sich darum dreht: “falling in love with your roommate”. Aufmunternde Musik für schlechte Tage, die reibungslos Wohlfühlaroma versprüht.

Während Touché Amoré-Sänger Jeremy Bolm derweil genügend Zeit hat, wie eine eifrige, doch wohlgesonnene Empfangsdame das ein oder andere Pläuschchen abzuhalten, macht er es sich jetzt am vorderen Bühnenrand bequem. Self Defense Family stehen in den Startlöchern. Zwar etwas zaghaft aufgrund von Technikproblemen, dann aber umso intensiver. Sänger Patrick Kindlon lobt nach donnerndem Einstand Berlin als seine drittliebste Stadt, weil sie die meisten Weißen mit Dreadlocks beherbergt. Dann fuchtelt er erneut abgehackt mit flacher Hand, zuckt wie ein Vulkanausbruch und lässt alles Wütende aus sich strömen, selbst wenn der Hintergrund von entspannten Soundcollagen gefüllt ist. Er dirigiert sein Orchester.


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Metallica: Wöchentliche Konzertreihe

Heute Nacht gehen Metallica mit dem fünften Teil ihrer Live-Show-Reihe auf Sendung. Im Rahmen von @metallicamondays zeigen die "Four Horsemen" ab 2 Uhr früh ihren Auftritt vom 31. Mai 2015 im Olympiastadion in München (Youtube-Video siehe unten). Dabei handelt es sich um den Headliner-Gig bei der ersten "Rockavaria"-Auflage. Diese Metallica-Songs dürft ihr hierbei erwarten: Fuel For Whom the Bell Tolls Metal Militia King Nothing Disposable Heroes The Unforgiven II Cyanide Lords of Summer Sad but True The Frayed Ends of Sanity One Master of Puppets Fight Fire With Fire Welcome Home (Sanitarium) Seek & Destroy Creeping Death Nothing Else Matters…
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