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Heaven Shall Burn

Maik Weicherts Kolumne: Rumstehen of Death

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Heaven Shall Burn Maik Weichert
Heaven Shall Burn 19.03.2010 Session
Weimar – , Germany

Denn seit drei/vier Jahren stauen sich zwischen Mitte September und Mitte Dezember die Tour-Busse auf den Autobahnen. Wer das Glück hat, geographisch günstig zu wohnen, hat zu dieser Jahreszeit die Qual der Wahl, denn eigentlich könnte man auf drei oder vier coole Shows pro Woche gehen. Aber wer kann sich das bei Eintrittspreisen um 20 Euro aufwärts schon leisten?!

Der letzte Goldrausch im Musikgeschäft findet offensichtlich im Live-Sektor statt, jeder versucht, die Einbrüche bei den Plattenverkäufen irgendwie mit Livegagen zu kompensieren. Wenn früher die Bands Shows gespielt haben, um Platten zu verkaufen, nehmen sie jetzt Platten auf, damit sie Shows spielen können. Veröffentlicht man heute nach zwei Jahren eine neue Scheibe, wird man in Interviews gefragt, warum man denn schon so zeitig einen Nachfolger an den Start bringt. Dabei war es in der „guten alten Zeit“ nichts Ungewöhnliches seine Releases im Zwei-Jahresabstand oder in noch kürzeren Intervallen zu veröffentlichen! Aber nun muss eine Band touren um Kohle zu machen, da bleibt wenig Zeit fürs Studio.

Natürlich ist es toll, so ein Überangebot an fetten Shows zu haben, aber ich bin der Meinung, dass diese Entwicklung auch einige sehr negative Seiten hat. Immer öfter sind die Eintrittspreise eine Frechheit. Wenn man dann noch ein Shirt kaufen will, ist man ganz schnell mal 50 – 60 Euro los. Gut, nun ist diese Preisspirale keine direkte Folge des Überangebotes an Konzerten, aber man kann sich dadurch eben nicht jede Show leisten, die man gern sehen würde. Und egal wie man es anstellt, man hat einfach das beschissene Gefühl, etwas verpasst zu haben.

Dazu kommt dann noch, dass kleinere und „undergroundigere“ Bands mit ihren Konzerten hinten runterfallen und vor einer handvoll Leuten spielen müssen, weil nebenan Band XY spielt, die man sich nun wirklich nicht entgehen lassen kann. Das Resultat ist dann, dass die Fans, die doch zu dem kleineren Konzert gegangen sind, auch nicht wirklich Spaß haben. Denn sind wir mal ehrlich: so richtig cool ist eine Club-Show auch nur, wenn die Bude brennt und Stimmung ist. Zudem fährt der Veranstalter im kleinen Club auch nur Miese ein und wird sich zehnmal überlegen, ob er nächstes Mal nicht lieber eine Elektro-Party bucht. Es ist einfach eine große Gefahr für kleine Clubs und urige Kultschuppen, dass nun auch noch im Herbst quasi jede Woche Indoor-Festivals als Konkurrenz am Start sind. Die kleinen Clubs müssen schon von Mitte Mai bis Ende August kleine Brötchen backen, weil dann die Leute ihr Geld auf den Festivals und im wohlverdienten Urlaub lassen.

Axel Jusseit Krefeld Germany

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