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Marilyn Manson: Richter weigert sich, Klage abzuweisen

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Die Anwälte von Marilyn Manson haben immer noch gut zu tun. Anfang des Jahres konnte seine einstige Assistentin Ashley Walters dank eines neuen Gesetzes in Kalifornien den Schock-Metaller erneut wegen sexueller Nötigung verklagen, nachdem ihre ursprüngliche Klage abgewiesen worden war. Diese Zivilklage wollte der Musiker, welcher mit bürgerlichem Namen Brian Warner heißt, nun abweisen lassen. Jedoch hat ein Richter in Kalifornien am Freitag, den 5. Juni 2026 den zugehörigen Antrag abgelehnt.

Nicht so einfach

Walters hatte ihr Klage initial 2021 vorgebracht. Darin warf sie Marilyn Manson sexuelle Übergriffe, sexuelle Belästigung, sexuelle Nötigung, die Zufügung seelischen Leids sowie Verstöße gegen weitere kalifornische Zivilrechtsvorschriften vor. All das soll sich 2010 und 2011 zugetragen haben. Zunächst wurde der Fall im Mai 2022 abgewiesen. Der Richter begründete dies damit, dass „zu wenige Fakten“ vorliegen und die Verjährungsfrist abgelaufen sei. Ende 2023 reichte Ashley ihre Klage in überarbeiteter Form wieder ein, welche im Dezember 2025 erneut aus Gründen der Verjährung abgewiesen wurde.

Laut einem Bericht des US-amerikanische Rolling Stone ermöglicht das kalifornische Gesetz AB 250 (welches erst am 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist und mit einer Laufzeit von zwei Jahren bis Ende 2027 gültig ist), dass Walters Marilyn Manson noch einmal verklagt. Dank des Gesetzes haben erwachsene Opfer von sexueller Gewalt die Möglichkeit, ihre bereits zuvor aufgrund der Verjährungsfrist abgewiesenen Fälle neu aufrollen zu lassen.

Unschön

In ihrer ursprünglichen Klage gab Walters an, dass Marilyn Manson regelmäßig durch Drogen hervorgerufene Wutanfälle hatte. Während diesen soll er unter anderem Teller nach Walters geworfen haben, gedroht haben, Selbstmord zu begehen, und sie an eine Wand gedrückt haben. Überdies wirft ihm Ashley vor, Freunde dazu ermuntert haben, sie ohne ihre Zustimmung zu küssen und zu begrapschen. Des Weiteren soll Manson Walters einmal dazu gebracht haben, 48 Stunden ohne Pause wachzubleiben sowie zwölf Stunden auf einem Stuhl zu stehen, während er sie dazu zwang, Kokain zu nehmen, damit sie wach bleibt.

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Des Weiteren behauptete Ashely, dass Marilyn Manson damit geprahlt habe, dass „er damit davongekommen ist, Frauen zu vergewaltigen“. Weiter soll er „regelmäßig“ angegeben haben, dass „er Frauen, mit denen er zusammen ist, umbringen will“. Darüber hinaus bemühte sich Walters, die Vorwürfe zweier seiner ehemaligen Freundinnen — den Schauspielerinnen Evan Rachel Wood (‘Westworld’) sowie Ésme Bianco (‘Game Of Thrones’) — zu untermauern, indem sie davon berichtete, dass sie den Frauen im Geheimen etwas zu trinken und zu essen gebracht hat, nachdem Manson sie eingeschüchtert hatte, ihre Zimmer zu verlassen. Einmal will Ashley gesehen haben, wie Manson „einen Requisitenschädel so fest nach Wood geworfen hat, dass er eine große, erhöhte Schramme auf ihrem Bauch hinterließ“.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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