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Parkway Drive: So klingt das neue Album ATLAS

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Vom wilden Verwüstungswahn von KILLING WITH A SMILE ist nicht mehr viel zu spüren. Eher bauen Parkway Drive dunkle Gebilde mit gewählt gesetzten Gitarreneffekten auf, die definitiv neue Landstriche in ihrem ganz eigenen ATLAS aufzeichnen.

„Unsere Ideen für das Album sind umfangreicher als alles, was wir jemals gemacht haben“, erklärt Sänger Winston McCall aus dem Bad (um seine Band-Kollegen nicht aufzuwecken) des Sunset Lodge Studios in Los Angeles.

[…]

Die Hörprobe: So klingt ATLAS von Parkway Drive (VÖ: 19.10.2012

Sparks
Nach dem melodiösen Akustik-Intro erwächst ein düsterer Trommelmarsch auf den Toms, wozu Winston spricht. Beunruhigende Pfeiflaute untermalen die Bedrängnis.
Old Ghosts – New Regrets
Bereits live gespielt, Parkway Drive mit Handbremse: Weniger ist mehr. Durch „We’re born with nothing and we die alone“ erfasst Winston die Stimmung von ATLAS: „Für mich der einfachste Song. Er fängt mit den Worten ,Forever fucked‘ an. Das ist das Statement des Albums: kurz, hart und schnell. Das fasst komprimiert zusammen, wofür Parkway Drive steht.“
Dream Run
Ein längeres Stück mit mehr Melodie. Schweres Tempo zieht in interessante Tapping-Töne, in denen sich erste fröhliche Melodien tummeln. Der „Side by side“-Chorus dürfte live für Twosteps sorgen.
Wild Eyes
Erneut effektgeladene Melodiegitarren, die durch ihren Achtziger-Sound an Van Halen erinnern. Im Hintergrund singen hektische „Oh-oh“-Rufe die Gitarre nach (Mitsingcharakter). Brutale Breakdowns, Blastbeats und Winstons gutturaler Gesang zerreißen alles.
Dark Days (Song der Woche)
Vier Glockenschläge eröffnen erstaunlich effektgeladene Gitarren-Riffs. Die Drums poltern davon. Ein satter, simpler Breakdown verdunkelt das Ende. Winston findet: „Meine liebsten Drums. Bei dem verrückten Marsch muss ich jedes Mal headbangen. Textlich geht es um Umweltschäden: ‘If we don’t wake up, we’re gonna fuck it.‘ Sehr einfach.“

The River
Eine einprägsame Hook führt in gewohnte Parkway-Melodien hinein. Ab und zu singen Frauen, die im ruhigen Mittelteil den murmelnden Winston hypnotisch und punktgenau passend übertönen. Der Minimalismus spricht Bände – unvorhersehbar der fette Breakdown danach. „Put your arms around me“, heißt es, auf das ein Machine Head-Solo wie in ‘The Darkness Within’ folgt.
Swing
Mit dem Titel suggerieren Parkway Drive bereits die treibenden Riff-Rhythmen und schnellen Saitenspielereien. Simpel, und sicherlich ein Pit-Hit.
The Slow Surrender
Grunge-Gitarren zu Beginn, wonach Winston schreit: „There is a price to pay“. Anschließender Kugelhagel-Breakdown garantiert die Party im prallen Pit. Überraschend sind die DJ-Effekte über Winstons Stimme.
Atlas
Der Titel-Track setzt mit HipHop-Drums und minimalen Akustikklängen ein. Das erste Lied, das vor Melodien nur so strotzt, wie bei den Breaks oder den furiosen Streichern am Ende: Lang, episch, filmhaft und somit bilderreich.
Sleigh Out Of Hand
„There is no god!“ (T-Shirt-Motiv?), grunzt McCall unter die Saitensalven der Gitarrenfront, die dem Drum-Tempo ein Doppeltes draufsetzen. Der Song bleibt hängen.
Snake Oil And Holy Water
Wie ‘Old Ghosts – New Regrets’ ein gewohnter Parkway Drive-Song. Blastbeats machen ihn zum schnellsten der Platte, und er endet abrupt. „Crazy shreddings straightout“, so Winston.
Blue And The Grey
Ein Horn bläst verstörend wie im leeren Nebel – die dramatische Melodielinie und hypnotische Saiten-Bendings ziehen in die Brutalität. Vernichtend! Gewählte Gitarren münden in ein Solo, das an ‘Gimme A D‘ erinnert. Winston dazu: „Musikalisch ist es die weiteste Reise und der längste Song, den wir je schrieben: groß, episch, absolut phänomenal. Die Fans werden gerührt sein.“


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