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Rammstein: So klingt das Album

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Miteinander aus Liebe und Hass

Fast ein bisschen brav kommt ausgerechnet ‘Sex’ daher, macht aber dennoch auch dank coolem Rock’n’Roll-Riff wie aus der AC/DC-Schmiede Spaß. In ‘Ausländer’ leben Rammstein ihren Hang zur absurden Komik voll aus – der Ausländer ist (im ersten Moment überraschend) der Deutsche auf Reisen, natürlich auf der immerwährenden Suche nach Zweisamkeit („Ich bin kein Mann für eine Nacht, ich bleibe höchstens ein, zwei Stunden“). Dem Teutonischen treu flicht die Band hier cheesy Neunziger Jahre-Eurodance-Sounds und -Rhythmen ein, ohne dass sie wie Fremdkörper wirken würden. Ein gelungener Spaß zwischen ‘Moskau’ und ‘Pussy’! Das psychotische ‘Puppe’ ist der härteste Song auf dem Album, textlich wie musikalisch.

Der langsame Aufbau vom düster-gotischen Beginn zum finsteren, hypnotisch-stampfenden Wahnsinns-Refrain entfaltet seine volle Wirkung und dürfte live zu einem echten Headbang-Höhepunkt („Und dann beiß’ ich der Puppe den Kopf ab!“) werden. ‘Was ich liebe’ mit seinem stumpfen Beat und die Ballade ‘Diamant’ behandeln das Rammstein-typische Miteinander aus Liebe und Hass. Vor allem letztgenannter Song trägt trotz seiner Kürze positiv zur Dynamik des Albums bei. Mit ‘Weit weg’ schwimmen Rammstein auf der Synth Wave-Welle – waren aber sowieso schon vor allen anderen da und vorne dabei.

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Feuergefährlicher Brandsatz

Dass ‘Deutschland’ das Album eröffnet, ergibt durchaus Sinn: Als Zugpferd setzt es den Ton, liefert der Öffentlichkeit den offensichtlichsten Aufreger und spielt am deutlichsten mit Puzzlestücken aus der eigenen Diskografie. Ebenso kommt der Albumtitel nicht von ungefähr: Das unbetitelte Album vereint alle Trademarks von den harten Industrial-Anfängen bis zu den durchdachteren, poetischen Hymnen. Das macht die Scheibe zum feuergefährlichen Brandsatz, dem sich kein Fan entziehen können wird. Rammstein ist für alle da.


(Lisa Gratzke / 5,5 Punkte)

Lange erwartet, viel spekuliert und endlich ist es da! Vor allem nach Veröffentlichung der ersten Single ‘Deutschland’ – inklusive Meisterwerk-Video – steht die Frage offen, wie und ob Rammstein diesen Geniestreich mit ihren restlichen neuen Stücken überhaupt toppen können. Als Eröffnungsnummer setzt besagter Song die Messlatte hoch – und wird kaum übertroffen. Auf klarer Augenhöhe steht ‘Puppe’ – die stimmliche Darbietung Lindemanns im Refrain verursacht Gänsehaut: so viel Schmerz, so viel Wahnsinn!


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Neues Album: Kreator im Studio

Bei Kreator geht aktuell einiges. Die Edel-Thrasher aus Essen scheinen nicht nur die Songwriting-Maschine angeworfen zu haben. Offenbar haben sie bereits genug musikalisches Material für den Nachfolger des derzeit noch aktuellen Albums GODS OF VIOLENCE, das 2017 veröffentlicht wurde, beisammen, um Nägel mit Köpfen zu machen. Album-Einstand Denn wie Frontmann, Gitarrist und Band-Mastermind Mille Petrozza über die sozialen Medien verlauten lässt, befinden sich Kreator zurzeit im Studio. So postete der 52-Jährige am Wochenbeginn ein Foto von sich mit Kopfhörern vor dem Gesangsmikrofon und schrieb dazu: "Zurück im Studio. Habt einen tollen Montag." Wann genau der nunmehr 15. Longplayer der Ruhrpott-Formation…
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