Kritik zu 40 Watt Sun PERFECT LIGHT

40 Watt Sun PERFECT LIGHT

Folk, Cappio/Svart (8 Songs / VÖ: 21.1.)

5/ 7
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Bereits die numerische Schreibweise bei der Namenswahl könnte andeuten, dass sich das Projekt von Patrick Walker von Anbeginn als ein eher am äußersten Rand jener musikalischen Spektren stehendes begriffen hat, die ansonsten in einem Hard Rock- und Metal-Magazin ihre Abbildung finden. Denn abgesehen von einem entfernten Epic-Doom-Erbe, welches Walker seit dem Ende seiner Band Warning 2009 lediglich noch als Nachruf mit sich herumschleppt, ist das dritte Album seiner neuen musikalischen Inkarnation von sämtlicher metallischen Last vollständig befreit. Anstatt auf eine feste Band setzte der Brite diesmal auf ein Ensemble von Gastmusikern, die seine auf Stimme und weitgehend unverzerrte Gitarren reduzierten atmosphärischen Songarrangements mit erweiterten Tönen und Tupfern ins rechte musikalische Licht rücken (darunter ­Andrew Prestidge und Roland Scriver von The Osiris Club, Ajit Gill von Vertaal oder Pianist/Komponist Chris Redman).

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Das Resultat sind acht sich weitgehend in Überlänge, aber niemals emotionaler Langeweile wiegende, fragile aber qualitativ niemals fragliche Singer/Songwriter-Stücke, die mehr frühe Coldplay (in der melodischen Intonation von ‘Reveal‘), R.E.M. (‘Behind My Eyes’) oder Morrissey evozieren als irgendetwas, das man jemals auf einem Doom Shall Rise-Festival­billing hätte finden können. Neben der neuen Wovenhand die spannendste Randerscheinung des Monats.

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