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Alpha Tiger ALPHA TIGER

Heavy Rock, Steamhammer/SPV (11 Songs / VÖ: 25.08.)

5/ 7
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Metal-Traditionalisten tun sich mit Veränderungen schwer. Mahnte der hochgeschätzte Kollege (und inoffizielle Bürgermeister von Trveheim) Marc Halupczok in seiner an sich lobenden Besprechung des Vorgängeralbums IDENTITY (2015) schon die darauf befindlichen experimentellen Anzeichen (Halbballade, schräge Rhythmen) und Abweichungen vom etablierten Sound-Spektrum zwischen „frühen Queensrÿche und Riot“ an, müssen Alpha Tiger-Treugesinnte sich nun gleich mit zwei Nova anfreunden:

Zum einen ist das vierte Album der Freiberger das erste mit Sänger Benjamin Jaino (Anisy), und zum anderen deuten ein bandbenanntes Album sowie ein geschmackvolles, jeglichen ästhetischen Airbrush-Verbrechen entsagendes Albumcover Justage und Neudefinition an. Weniger schrill, was der satteren Stimmfarbe von Jaino geschuldet ist, hat die Band ihre metallische Kante keinesfalls komplett weggeschliffen. Jedoch zeugen schon die schmissigen Orgelklänge im Opener ‘Comatose’ von einer stilistischen Orientierung, die sich nicht mehr nur allein auf die stählernen Achtziger beschränkt, sondern auch Hard Rock à la Deep Purple gewinnbringend mit ins Boot holt.

Ein erster Eindruck, den ‘Feather In The Wind’, ‘Aurora’ oder das epische ‘My Dear Old Friend’ mit Jainos kernig-melodischen Joey Tempest-Phrasierungen weiter bestätigen. Anders ausbrechend weiß das lässige ‘Vice’ wiederum mit Sleaze-Faktor à la Hardcore Superstar zu verzücken. Streifen-Spandex haben ausgedient, fortan hat bei Alpha Tiger ausgestelltes Bein die Hosen an. Eine Modifikation, die der neuen Inkarnation der Band durchaus gut zu Gesicht steht.

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