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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Årabrot NORWEGIAN GOTHIC

Art Rock, Pelagic/Soulfood (16 Songs / VÖ: 9.4.)

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Es war durchaus absehbar, dass die Norweger ­Årabrot nach dem gegenüber THE GOSPEL (2016) schwächelnden, etwas zu kompliziert konstruierten WHO DO YOU LOVE (2018) nicht etwa zurück zu ihren Band-eigenen Noise Rock-Wurzeln gehen, sondern weiterhin die Art Rock-Schiene fahren. Aber wer befürchtete, dass die über sämtliche Alben hinweg musikalisch immer wärmere Linie durchgezogen wird, muss anerkennen, dass Mastermind Kjetil Nernes mit NORWEGIAN GOTHIC überraschendes Liedgut präsentiert. Mit ganzen 16 Songs zeigt das neunte Album die inspirativen Ursprünge von Årabrot auf. Zwar kehren die Norweger nicht zu ihren stahlhart-psychedelischen Anfängen zurück, doch merkt man den neuen Songs extrem deutlich an, wo die über die vorherigen acht Scheiben hinweg stets harschen Gitarren und abrupt anmutenden Rhythmen ihren Ursprung haben.

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Seien es nun Bauhaus-Harmonien, Diamanda Galás-Momente, stilistisch-atmosphärisch an The Gun Club respektive das Gitarrenspiel von Jeffrey Lee Pierce gemahnende Ebenen, ausufernd-emotionale Rock-Songs mit fernöstlichen Elementen à la The Tea Party, ein wenig Chokebore oder das perfekt in den ‘Twin Peaks’-Score von Angelo Badalamenti passende ‘Hallucinational’: Die Achtziger in all ihren düsteren, tragischen, Rock- wie Blues-basierten, drogengeschwängerten Ausuferungen (‘Hailstones For Rain’, ‘The Moon Is Dead’ mit phänomenalem Saxofon oder die nostalgische Klimax ‘The Rule Of Silence’) finden sich auf NORWEGIAN GOTHIC wieder. Mithilfe des Einsatzes von Gastmusikern (unter anderem ­Tomas Järmyr von Motorpsycho und Anders Møller von Turbonegro und Ulver) wurden Klänge der Achtziger mit den Band-eigenen der Jetztzeit verschmolzen. Daher wirkt dieses Machwerk in seiner Gesamtheit rein äußerlich untypisch für Årabrot. Doch blickt man tiefer hinein, ist es alles andere als das.

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