Kritik zu Bastarður SATAN'S LOSS OF SON

Bastarður SATAN’S LOSS OF SON

Crust Punk, Season Of Mist/Soulfood (8 Songs / VÖ: 29.10.)

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Was macht ein Mann wie Aðalbjörn Tryggvason, Frontmann der isländischen Darlings Sólstafir, nach einer zerbrochenen Beziehung? Zurück in den Hort des Elternhauses ziehen und noch traurigere Post Metal-Klagelieder schreiben? Das stimmt nur zur Hälfte: Tatsächlich griff Aðalbjörn in sein geheimes Schatzkästlein voller Proto-Death Metal-Riffs und formte daraus ein räudig wütendes Crust-Projekt. Im Info ist von Terrorizer, Napalm Death und Disfear die Rede, aber das trifft es nicht wirklich.

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Bastarður ist weder Grind noch D-Beat auf HM2-Steroiden, sondern klassischer Crust Punk in seiner besten, skandinavischen Ausbaustufe, also circa Anti Cimex 1990-1993. SATAN’S LOSS OF SON kommt trotz der knackigen 29 Minuten Spielzeit etwas zäh in Gang, aber im Mittelteil (der Titel-Song, ‘Burn’, ‘The Whispering Beast’) perlen die D-Beats dann zünftig, während sich Tryggvason heiser brüllt. Über ‘Black Flag Fools’ darf sich als Gaststar Alan Averill von Primordial pagan-elegisch ergießen, und das Ende signalisiert dann mit ‘Rise Up’ zwar den Weckruf für den liebesmüden Protagonisten, aber auch die Erkenntnis, dass tatsächlich wohl nur Disfear mit Crust-Songs von mehr als vier Minuten Länge erfolgreich sein können.

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K. K. Downing: Motörhead markierten die Anfänge des Thrash Metal

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