Blodig Alvor Mørkets Frembrudd

Rock, Indie/Edel 9 Songs / 28:51 Min.

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Foto: METAL HAMMER

Spätestens seit Turbonegro wissen wir, dass die Freunde von den Fjorden ein besonders glückliches Händchen dabei haben, Punk- und Hardcore-Einflüsse mit breitbeinigen Gitarrensoli, clever gegrölten Melodiebögen und klassischem Rock-Verständnis zu vermengen. Blodig Alvor sind die jüngsten Vertreter, denen dieser Sujet-Spagat gelingt.

Die Attitüde ist angriffslustig-rotzfrech, die Songs sind eingängig, und die Lead-Gitarre lässt gern die melodische Lizzy-Sau raus. Das einzig Befremdliche: Wie Kvelertak sind auch Blodig Alvor im heimischen Idiom unterwegs, auch wenn es bei Ersteren aufgrund der viel harscheren Herangehensweise deutlich weniger wahr- und vernehmbar ist. Die direkte, klare und cleane norwegische Sangessprache bei Blodig Alvor evoziert dann auch unvermeidlich eine Art Heroes Del Silencio-auf-Punk-Phänomen. Bis auf rudimentär Erschließbares wie etwa ‘Mr. Molotow’ oder ‘Start En Revolusjon’ hat man mit seinem Schulnorwegisch keinen blassen Schimmer, worüber uns Sänger/Gitarrist Markus Den Ouden inhaltlich unterrichten möchte.

Somit pendelt der gesangliche Exotikfaktor zwischen sexy Neuland und jener wundersamen Befremdlichkeit, die sonst nur Eurovision Song Contest-Beiträge aus dem ehemaligen Ostblock auslösen. Davon abgesehen ist MØRKETS FREMBRUDD rein musikalisch eine sich sofort erschließende kurzweilige Arsch-Rock-Rakete, die um so vieles mehr zündet als all das, was uns an ausdrücklichen Hohlkörpern im hiesigen Punk Rock in die noch verständnisloseren Ohren geblasen wird.


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