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Booze Control FORGOTTEN LANDS

Gates Of Hell/Soulfood (10 Songs / VÖ: 22.2.)

4/ 7
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Heavy Metal wie aus dem Lehrbuch, präsentiert von vier jungen Herren aus Braunschweig, die sich vor etwa zehn Jahren zu Booze Control formierten. Auch auf ihrem dritten Album bleiben sie ihrem Stil treu und spielen klassischen Metal der alten Schule, womit sie gut und gerne Zeitgenossen von Größen wie Judas Priest, Saxon oder Black Sabbath in den Achtzigern hätten sein können. Deren Vorbildfunktion ist jedoch mehr als deutlich zu hören. Sogar stimmlich erinnert Frontmann David Kuri hin und wieder an Kai Hansen oder sogar Rob Halford in jungen Jahren, leider jedoch ohne den nötigen Druck dahinter. Nostalgiegefühle werden beim Hören auch durch einen subtil eingesetzten Hall hervorgerufen – ebenso wie dadurch, dass die letzten beiden Lieder ‘Doom Of Sargoth’ und ‘Cydonian Sand’ (welches übrigens mehr als acht Minuten lang ist) statt eines abrupten Schlussakkords zum Ende hin leise aushallen.

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In einigen Nummern, wie etwa ‘The Nameless’, sind durchaus starke Gitarrensoli zu finden, jedoch schwächelt die Platte in der ersten Hälfte etwas. Es scheint, als habe man sich erst in der zweiten Halbzeit wirklich Gedanken gemacht. So bleiben ‘Playing With Fire’ oder ‘Thanatos’ melodisch durchaus im Gehörgang hängen. Den musikalischen Gipfel erklimmt das Quartett schlussendlich mit dem bereits erwähnten ‘Cydonian Sands’, welches ein kleines Kunstwerk geworden ist. Es spiegelt wohl am ehesten das eigentliche Talent wieder, das in den Jungs von ­Booze Control schlummert. Anhand dieser Vorlage darf gerne weitergearbeitet werden – denn an Leidenschaft mangelt es der Band nicht.

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