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Dew-Scented Icarus

Thrash Metal, Metal Blade/Sony 11 Songs / 43:07 Min. / 27.07.2012

5.0/ 7
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Foto: Metal Blade/Sony

Es gibt drei Dinge, auf die man sich bei einem neuen Dew-Scented-Album einstellen kann: Erstens, der Albumtitel be­ginnt mit einem „I“. Zweitens, Sänger Leif Jensen hat abermals eine neue Mannschaft um sich geschart. Und, drittens, es tönt erneut tödlicher Thrash. Schon bei ‘Sworn To Obey’, nach dem Intro ‘Hubris’, wähnt man sich in den erfolgreichen Zeiten von IMPACT (2003). Slayerisierter Death Thrash plus „Leffes“ unverwechselbares Organ – so sehen Sieger aus.

ICARUS ist ebenso eine Ansage wie der Vorgänger INVOCATION, jedoch nicht mit der in der Vergangenheit an den Tag gelegten Konsequenz hinsichtlich Hit-Potenzial und Härte. Generell fällt bei Album Nummer neun auf, dass die Herren komplexer zu Werke gehen, es mehr Melodien gibt und auch die Solo-Abteilung prominenter zutage tritt. Kurzum: ICARUS präsentiert sich im Dew-Scented-Kanon am Experimentellsten, wenngleich nur circa einem Drittel des Materials dieses Attribut verliehen werden kann. Man muss Jensen und seiner neuen Mannschaft zugutehalten, dass sie versuchen, als Band neue Wege zu betreten. Dieser neuen Herangehensweise opfern sie aber letztendlich die unbarmherzige Härte, welche Dew-Scented einzigartig machte. Songschreiberisch bewegt man sich auf einem leicht anderen, aber immer noch hohen Niveau – leider etwas auf Kosten des Hörspaßes.

Dennoch: Auch im 20. Jahr des Bestehens zeigen Dew-Scented, dass sie eine der wenigen Death Thrash-Kapellen sind, die nach wie vor abliefern.

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