Dream Evil SIX

Heavy Metal, Century Media/Sony (12 Songs / VÖ: 26.5.)

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Was lange währt, wird endlich Metal! Dream Evil legen schlappe sieben Jahre nach IN THE NIGHT ihr neues Album SIX vor und rufen schnell in Erinnerung, warum man sie vermisst hat. Die Schweden um Produzent Fredrik Nordström (The Haunted, Dark Tranquillity, At The Gates, Architects…) an der Gitarre und Sänger Niklas „Nick Night“ Isfeldt zelebrieren ihre Heavy Metal-Messe, als wäre in den vergangenen sieben, quatsch: 17 Jahren nichts geschehen.

Beinahe zumindest, denn ein paar Stellschrauben wurden dann doch betätigt. SIX feiert energetischen Power Metal der Helloween- und Hammerfall-Schule, kokettiert mit seiner Trueness, klingt dabei aber völlig unverkrampft. Bereits der Opener ‘Dream Evil’, die längst überfällige Hymne der Band auf sich selbst, verneigt sich ungeniert tief vor dem größten Hit der Band, ‘The Book Of Heavy Metal’. Trotzdem gelingt es SIX, eigene Duftnoten zu setzen – indem es in der Metal-Historie wildert: ‘Sin City’ wagt sich auf Glam Rock-Pfade, lässt unweigerlich an ‘Big City Nights’ der Scorpions in einer Heavy-Version denken, und rockt auch textlich wunderbar unbeschwert.

In ‘Creature Of The Night’ schimmern Queensrÿche und Iron Maiden-Harmonien durch, und der Motorradfahrt-Soundtrack ‘44 Riders’ könnte von einem der ersten Halford-Soloalben stammen, während sich ‘Hellride’ fast schon dreist (oder doch liebevoll?) an ‘War Pigs’ (Black Sabbath) bedient. ‘Too Loud’ überspannt den Hard Rock-Bogen zwar und bleibt etwas kraftlos, dafür drücken ‘Antidote’ und ‘How To Start A War’ wieder schön aufs metallene Gaspedal. Der Aggro- und Hit-Faktor war auf anderen Dream Evil-Alben höher – das tut dem Spaß aber keinen Abbruch, der aufkommt, wenn man es nicht mit Stangenware zu tun hat.

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