Toggle menu

Metal Hammer

Search

Earthship Iron Chest

Sludge, Pelagic/Cargo 10 Songs / 43:30 Min.

6.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von
Foto: METAL HAMMER

Etwas länger als erhofft hat die Veröffentlichung des zweiten Albums der Berliner Formation Earthship auf sich warten lassen, denn ursprünglich sollten die Regler der heimischen Anlage bereits im Frühjahr auf Anschlag gedreht werden – mit IRON CHEST, so der Titel des EXIT EDEN-Nachfolgers, in Rotation, versteht sich.

Die Band um den ehemaligen The Ocean-Schlagwerker Jan Oberg präsentiert sich erneut als Schmelztiegel der lauten, groovenden Klänge. So zelebriert die Band, bei der The Ocean-Mastermind Robin Staps die zweite Klampfe bedient, ihren unwahrscheinlich fetten Mix aus bluesigem Sludge, warmem Stoner Rock und progressiven Post Metal-Abrissbirnen, die einem schon alleine vom Zuhören Nackenschmerzen bereiten. Die Berliner setzen also auch auf ihrer zweiten Scheibe auf die Macht des Riffs, und diese Macht spielen Earthship verdammt gut aus.

Der Titel IRON CHEST ist eine schöne Metapher auf die Seele, die zwar verletzlich ist und den Unwägbarkeiten des Lebens ausgesetzt wird, jedoch auch extrem stark und eisern sein kann und sich nur denjenigen öffnet, die den richtigen Schlüssel zu ihr finden. Musikalisch erfährt diese Idee eine wunderbar passende Umsetzung. Das Wechselspiel zwischen fetten Riff-Wänden auf der einen und fragilen, emotionalen Klangwelten auf der anderen Seite ist intensiv und mitreißend gestaltet, daher bleiben Liebhabern gepflegter Südstaaten-Heaviness keine Wünsche unerfüllt. IRON CHEST ist ein schwergewichtiges Monster, das einem ohne Probleme den Kopf abschraubt.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Control (PS4, Xbox One, PC)

Das neueste Spiel von Remedy Entertainment überzeugt mit einem ausgefallenen Design und einer packenden Story, zeigt aber auch Gameplay-Schwächen, die...

Hellboy: Call Of Darkness :: Action

Resident Evil 2 (PS4, Xbox One, PC)

Zum 21. Geburtstag bekommt „Resident Evil 2“ eine Frischzellenkur und kehrt als generalüberholte Fassung auf aktuelle Konsolen und den PC...


ÄHNLICHE ARTIKEL

„Control“ von Remedy im Test: Der totale Kontrollverlust

„Control“ macht jede Menge Spaß, leistet sich aber auch Gameplay-Schwächen. Trotzdem können wir es empfehlen. Lest hier unseren Test.

„Just Cause 4“ im Test: Brachiale Daueraction

Action ohne Verschnaufpause auf der einen und eintönige Nebenmissionen auf der anderen Seite. Wie sich „Just Cause 4“ schlägt, verrät unter Test.

„Heavy Trip“-Filmkritik: Perfekt für einen entspannten Filmabend mit Freunden

Eine junge Heavy Metal-Band aus der finnischen Einöde plant den ganz großen Durchbruch und durchlebt dabei jede Menge Turbulenzen!

teilen
twittern
mailen
teilen
Wieso Metal nie aussterben wird

Wer zum alljährlichen Wacken pilgert, kann immer wieder feststellen wie groß die Metal-Community doch ist. Wobei das Wacken Open Air nicht nur in Metalhead-Kreisen gefeiert wird, sondern auch allgemeines Interesse an der Kultur der harten Musik weckt und in vielerlei Mainstream-Medien diskutiert wird. So hat sich das Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung jetzt die Frage gestellt, wieso Metal schon so lange fortbesteht und was die Community dahinter ausmacht. Dafür haben sie sich Rolf Nohr, der die Professur für Medienwissenschaft an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig innehat und Autor des Buchs ‘Metal Matters. Heavy Metal als Kultur und Welt’ ist,…
Weiterlesen
Zur Startseite