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Earthship Iron Chest

Sludge, Pelagic/Cargo 10 Songs / 43:30 Min.

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Etwas länger als erhofft hat die Veröffentlichung des zweiten Albums der Berliner Formation Earthship auf sich warten lassen, denn ursprünglich sollten die Regler der heimischen Anlage bereits im Frühjahr auf Anschlag gedreht werden – mit IRON CHEST, so der Titel des EXIT EDEN-Nachfolgers, in Rotation, versteht sich.

Die Band um den ehemaligen The Ocean-Schlagwerker Jan Oberg präsentiert sich erneut als Schmelztiegel der lauten, groovenden Klänge. So zelebriert die Band, bei der The Ocean-Mastermind Robin Staps die zweite Klampfe bedient, ihren unwahrscheinlich fetten Mix aus bluesigem Sludge, warmem Stoner Rock und progressiven Post Metal-Abrissbirnen, die einem schon alleine vom Zuhören Nackenschmerzen bereiten. Die Berliner setzen also auch auf ihrer zweiten Scheibe auf die Macht des Riffs, und diese Macht spielen Earthship verdammt gut aus.

Der Titel IRON CHEST ist eine schöne Metapher auf die Seele, die zwar verletzlich ist und den Unwägbarkeiten des Lebens ausgesetzt wird, jedoch auch extrem stark und eisern sein kann und sich nur denjenigen öffnet, die den richtigen Schlüssel zu ihr finden. Musikalisch erfährt diese Idee eine wunderbar passende Umsetzung. Das Wechselspiel zwischen fetten Riff-Wänden auf der einen und fragilen, emotionalen Klangwelten auf der anderen Seite ist intensiv und mitreißend gestaltet, daher bleiben Liebhabern gepflegter Südstaaten-Heaviness keine Wünsche unerfüllt. IRON CHEST ist ein schwergewichtiges Monster, das einem ohne Probleme den Kopf abschraubt.


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