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Enrichment REANIMATE

Heavy Metal, Metalspießer/Soulfood (12 Songs / VÖ: 06.10.)

4/ 7
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Foto: ANDI

Gut Ding will manchmal Weile haben, so auch im Fall der Berliner Metaller Enrichment. Deren Frontmann Martin Kesici setzte sich 2003 die Krone der Castingshow Star Search auf, gleichbedeutend mit dem vorläufigen Ende der Band. Bis zur Veröffentlichung seines offiziellen Debüts musste das Quintett schließlich bis zu diesem Jahr warten. Macht sich die Geduld bezahlt? Stimmlich auf jeden Fall, Kesici besitzt noch immer den gewissen Hetfield-Crunch seiner erfolgreichen Zeit als Solokünstler, tritt 2017 aber entschieden aggressiver ans Mikro.

Die episch voluminösen Passagen (welche auch einer Band wie Threshold gut zu Gesicht stünden) machen definitiv mehr Eindruck als die Brüll-Parts, denn Letztere repräsentieren nicht wirklich Kesicis Komfortzone. Dazu kreieren seine Musiker Lieder, die sich irgendwo in der Schnittmenge aus klassischem Metal, rhythmusbetontem Neunziger-Thrash und verspielten Melodielinien abspielen. REANIMATE wirkt stilistisch nicht ganz schlüssig, besitzt aber zahlreiche Momente, in denen das Potenzial des Quintetts gänzlich zum Vorschein kommt. Enrichment sollten künftig noch mehr Brücken zwischen epischer Wucht und betörender Harmonie bauen – es muss ja nicht gleich, wie hier, in einem völlig überflüssigen Metal-Cover der Kesici-Hitsingle ‘Angel Of Berlin’ (2003) enden.

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