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Masquerade SOUL DECEPTION

Death Metal, Massacre/Soulfood (5 Songs / VÖ: 23.06.)

4/ 7
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Diese fünf Schweizer verfolgen ein durchaus interessantes Konzept. Anstatt ihren Death Metal in den genre-gängigen vier bis fünf Minuten (okay, Obituary schaffen es auch schneller) in die Windungen des Hörers zu schreddern, geben sie sich für die Entfaltung ihrer Ideen meist an die sieben Minuten Zeit (manchmal auch länger).

Dabei ist sicher hilfreich, dass sich Masquerade nicht allein im Todes-Genre bedienen, sondern auch des Öfteren zum Thrash Metal hinüberblicken und somit ihr Repertoire erweitern. Die Frage, die sich nun aber stellt: Ist dieser vergleichsweise progressive Ansatz ein schlichter Kunstgriff, oder sind die Songs tatsächlich mit so viel Inhalt gefüllt, dass sie diese Vielzahl von Minuten rechtfertigen? SOUL DECEPTION gibt darauf keine abschließende Antwort. Auf der einen Seite fühlt man sich partiell an die unrasierten Männerbrüste von Amon Amarth erinnert, andererseits gibt es immer wieder Passagen, in denen SOUL DECEPTION der rote Faden abhandenkommt.

Vielleicht wäre es in Zukunft besser, wenn sich die Schweizer auf die jeweils stärksten Riffs fokussieren und aus ihnen schnittige Strukturen (sowie mehr als nur fünf Songs) basteln, anstatt die Weite zu suchen. Passend zum Genre ausgedrückt: ein durchaus zweischneidiges Schwert.

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