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My Dying Bride A Map Of All Our Failures

Doom Metal, Peaceville/Edel 8 Songs / 63:45 Min. / 19.10.2012

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Mit My Dying Bride ist das so ein bisschen wie mit der Mode: Irgendwie ist alles schon mal dagewesen; aber wenn es von Meisterhand geschneidert wird, entsteht Neues. A MAP OF ALL OUR FAILURES markiert nach den zuletzt experimentelleren Ausflügen mit EVINTA und THE BARGHEST O’ WHITBY die Rückkehr zum über die Jahre etablierten Düster-Doom-Sound der Briten. Das aber meisterlich: Angefangen vom wärmeren, roheren Live-Klang der Aufnahmen bis hin zu einer subtilen Eleganz im Songwriting, die den fast uniform zwischen acht und neun Minuten langen Songs einen dynamisch fließenden Charme geben.

Oft genug waren es diese Momente, nicht die Kompositionen, die My Dying Bride begeisternd machten. Mittlerweile sind sie zwar nicht erhaben über die „Lass uns mal acht coole Teile zusammenstricken“-Methode, aber doch wirken diese Lieder geschlossener denn je; Miniatur-Epen. Und dann natürlich die Texte von Aaron Stainthorpe, ‘A Tapestry Scorned’ das Märchen, ‘Hail Odysseus’ die Legende, und all die so überaus sinnlichen Ausflüge in Verzweiflung, Sinnlichkeit und Sex – wie das wundervolle ‘Like A Perpetual Funeral’.

Es bleibt dabei: Coole Kerle hören andere Musik, aber wenn es darum geht, das leise Zittern im Herzen, das uns doch eigentlich alle immer wieder überkommt, in einen wohligen Schauer zu überführen, dann, ihr Damen und Herren, ist hier eure Droge.


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