Nocturnal Rites PHOENIX

Power Metal, AFM/Soulfood (11 Songs / VÖ: 29.09.)

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Das lange Warten hat ein Ende: Zehn Jahre nach der Veröffentlichung ihres bis dato letzten Studiowerks THE 8TH SIN und immerhin sechs Jahre, nachdem Nocturnal Rites den Beginn der Arbeiten an neuem Material angekündigt haben, steht jetzt endlich PHOENIX in den Regalen. Das Album wird seinem programmatischem Titel vollauf gerecht: Wie der berühmteste Vogel der griechischen Mythologie erheben sich auch die schwedischen Power-Metaller aus der Asche ihrer eigenen Historie, präsentieren mit Überschallsaitendehner Per Nilsson (Scar Symmetry, Meshuggah) einen neuen Lead-Gitarristen – und zeigen sich entschlossener denn je.

Das liegt zum einen an Frontmann Jonny Lindqvist, der seine Stimmbänder stärker als bisher mit dickflüssigem Metal-Bräu tränkt, zum anderen aber auch an teils scharfkantigen Gitarren-Riffs mit spitzen Widerhaken, die der Rhythmusgruppe zahlreiche progressive Exkurse abverlangen. Interessanterweise ist es ausgerechnet Neuzugang Nilsson, dessen Instrument die melodischsten Momente ins Spiel bringt und auf diese Weise den Bogen zwischen PHOENIX und früheren Nocturnal Rites-Großtaten wie AFTERLIFE (2000) oder NEW WORLD MESSIAH (2004) spannt.

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Saitenhieb: Mut zur Lücke

Liebe Metalheads, neulich habe ich mich kurz geschämt. Bei der Lektüre unserer „500 besten Metal-Alben aller Zeiten“ musste ich feststellen, gar nicht alle Platten zu kennen. In meiner metallischen Sozialisation ging mir das oft so: Ich entstamme keiner sonderlich musikbegeisterten Familie, wuchs nicht vor dem Vinylregal auf und fand meinen Weg zum Metal eher spät. Zeit meines Lebens fürchtete ich, jemand könne mir vorwerfen, keine Ahnung zu haben. Doch ich glaube, in unserer Metal-Welt kommt das nicht selten vor. BLACK SABBATH, das gemeinhin als erstes Metal-Album gilt, erschien 1970 – unzählige weitere folgten. Wie soll man sich als junger Mensch…
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