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Metal Hammer

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Novelists NOIR

Progressive Metal, Arising Empire/Warner (12 Songs / VÖ: 08.09.)

5/ 7
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Einmal Reifungsprozess im Schnelldurchlauf: Noch auf ihrem Debütalbum SOUVENIRS (2015) knallten Novelists mit aggressiven Shouts und fetten Riffs alles weg – auf dem Nachfolger NOIR geht es nun deutlich filigraner zu. Matt Gelsomino scheint in den vergangenen Jahren fleißig seine Stimme trainiert zu haben und liefert nun eine vielseitige Gesangs-Performance ab, bei der Shouts oft nur noch den nötigen Kontrastpunkt zu seinem emotionalen Klargesang bilden. Auch instrumental wird zugunsten von Dynamik und Abwechslung das Gaspedal nicht immer ganz durchgetreten.

Der größte Überraschungsmoment heißt ‘Monochrome’: Die feinfühlige Ballade kommt mit Saxofonsoli und Bottleneckslides daher. ‘L’appel du Vide’, ‘Joie de Vivre’ und ‘À Travers le Miroir’ reihen sich in die Liste gefühliger Songs ein, die den Hörer mit reverb-geschwängerten Prog-Gitarrenmustern umspielen und dabei trotz technischem Anspruch nie die Atmosphäre hintanstellen. Der Mittelteil des Albums bietet zu großen Teilen den bereits auf SOUVENIRS etablierten Sound der Franzosen, in ‘Stranger Self’ hat sich zusätzlich noch ein unnötiger Rap-Part verirrt.

Auch wenn jeder Song für sich gesehen besser ist als der Großteil dessen, was Genre-Kollegen derzeit abliefern und ein dramaturgischer Aufbau des Albums zu erkennen ist, lässt NOIR streckenweise jedoch die Abwechslung vermissen, die mit den ersten Songs versprochen wird. Für solche Momente gibt es aber zum Glück den Shuffle-Modus.

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