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Orphaned Land All Is One

Dark Metal, Century Media/EMI 11 Songs / VÖ: 21.6.

6.0/ 7
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Dass sie Meister darin sind, Grenzen einzureißen, haben Orphaned Land hinlänglich bewiesen. Das gilt nicht nur für ihre selbst erwählte Mission, zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen zu vermitteln, sondern ebenso in rein musikalischer Hinsicht. Das Cover, welches die Vereinigung dreier Weltreligionen zeigt, fasst das Kernthema des Albums optisch zusammen, und in ihren Songs vereinen Orphaned Land erneut geschickt orientalische Sounds mit Metal-Riffs und prägnanten Melodien.

Wer in diesem erfreulichen, aber dennoch erwartbaren Rahmen nach Innovationen sucht, muss indes etwas tiefer graben. Die Elemente, welche ALL IS ONE vom bisherigen Œuvre der Band unterscheiden, sind nämlich nicht offenkundig, sondern entfalten ihre Wirkung erst nach mehreren Durchläufen. Der Einsatz einer ganzen Heerschar an Musikern – die Rede ist von insgesamt über 40 Beteiligten (darunter 25 Chorsänger und acht Vio­linen-, Viola- und Cello-Spieler aus der Türkei) – ist nur ein Beispiel dafür: Durch die Vielfalt und Kraft der Akteure gewinnt das an sich recht gleichförmige Titelstück insbesondere im letzten Abschnitt deutlich an Dynamik.

Doch Orphaned Land punkten nicht allein mit Opulenz: Oft sind es gerade vermeintliche Details wie der feinfühlige Einsatz eines Soloinstruments, die einem Song jenen besonderen Dreh verleihen, auf den ein jeder Fan hofft. Gelungen ist ebenfalls die Integration von Alt und Neu – dass Death-Growls auch im aktuellen Klangbild von Orphaned Land noch Sinn ergeben, ist in ‘Fail’ nachzuhören. Schade, dass nicht noch mehr Material in diese Richtung geht. Doch Kobi Farhi und seine um Gitarrist Chen Balbus verstärkte Mannschaft haben sich dazu entschlossen, sowohl das Aggressive als auch Überbordende, Ausladende etwas zu reduzieren.

Die meisten Songs bleiben unter der Fünf-Minuten-Grenze, es gibt demnach wenig Raum für Prog-Spielereien – dabei zeigt ein Instrumentalstück wie ‘Freedom’ deutlich auf, dass dies eine der großen Stärken der Band ist. Allerdings haben Orphaned Land offenbar auch durch ihre Liveshows gelernt, was sich ihr Publikum wünscht: einen Song wie das emotionale, ruhige ­‘Brother’, welches auf Platte pathetisch wirkt, aber mit Sicherheit in Kürze allabendlich von Hunderten Kehlen mitgesungen werden wird.


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