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Metal Hammer

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Ram ROD

Heavy Metal, Metal Blade/Sony (10 Songs / VÖ: 03.11.)

5/ 7
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Ram haben es sich selbst nicht einfach gemacht. Einen Geniestreich wie SVBVERSVM (2015) zu übertreffen, ist nicht einfach. Aber ROD, das wird schon nach wenigen Minuten klar, ist ein würdiger Nachfolger. Die melodiösere Ausrichtung des Vorgängers wurde beibehalten, trotzdem versprühen die Hymnen der Göteborger noch immer diesen unterschwellig düsteren, gefährlichen Odem des Okkulten. Das liegt in erster Linie an Oscar Carlquists hoher, stetig vibrierender Stimme, die sich am ehesten noch mit der seines Landsmanns Charles Rytkönen (Morgana Lefay) vergleichen lässt.

Was aber nicht heißen soll, dass die Songs nur B-Ware wären. Der Ohrwurm ‘On Wings Of No Return’ lässt jeden Metal-Fan automatisch die Fäuste ballen, während ‘Gulag’ mit dem coolsten Hoppelrhythmus seit Iron Maiden ausgestattet ist. Ab dem fünften Song verwandelt sich ROD in ein Konzept­album, wobei diesbezüglich vor allem das epische, fast achtminütige ‘Ignitor’ und das rasante ‘Incinerating Storms’ (erinnert an Judas Priest zu PAINKILLER-Zeiten) herausstechen. Ganz große Stahlgießerkunst.

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