Saint Asonia Saint Asonia

Alternative Rock, Columbia/Sony (15 Songs / VÖ: 23.10.)

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„Fußball ist keine Mathematik“, hat Karl-Heinz Rummenigge einmal nach einem lustlosen Bayern-Kick seinem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld wutschnaubend mit auf den Nachhauseweg gegeben. Um mal in diesem Bild zu bleiben – die Einzelteile bei Saint Asonia lesen sich eindrucksvoll: Der charismatische ex-Three Days Grace-Sänger Adam Gontier schnappt sich den Gitarristen Mike Mushok (Staind, ­Newsted) und schart mit Bassist Corey Lowery (Stuck Mojo) sowie Drummer Rich Beddoe (Finger Eleven) weitere Garanten für eine alternative-rockende Hit-Platte um sich. Habe ich schon erwähnt, dass das Ganze zur Krönung von Johnny K. (Disturbed) produziert wurde? Meine Vorfreude war riesig.

Die Ernüchterung ist es auch. Wie eingeschlafene Füße riechen, wusste ich schon vorher. Nun weiß ich auch, wie sie klingen. Es ist doch einfach unglaublich, dass aus dieser Konstellation ein derart lahmes, nichtssagendes Ergebnis resultiert! Wo sind die zündenden Ideen, die großen Höhepunkte, die Teile der oben genannten Bands sonst salvenhaft ausspucken? Was sind das für Balladen, die selbstverliebt vor sich hin wabern und jedes noch so hyperventilierende Baby in den Tiefschlaf pressen?

Wohin sind die Eier im Gesang von Adam Gontier verschwunden, mit denen er Three Days Grace nachhaltig prägte? SAINT ASONIA ist tatsächlich meine persönliche Enttäuschung des Monats. Auch Rock-Musik ist eben keine Mathematik.m


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