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Scarlet OBEY THE QUEEN

Alternative Metal, Arising Empire/Edel (10 Songs / VÖ: 13.11.)

4/ 7
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Scarlet ist eine Sängerin, deren wahres Gesicht niemand kennt: Sie erscheint in dunkler Gestalt, die Augen schwarz umringt, die aufgemalten Zähne bis zu den Ohren gefletscht. Meist tritt sie mit zweiter Sängerin auf, die mit all dem verschmierten Blut unter den Lippen ähnlich finster wirkt. Es geht hier also nicht nur um die Songs – ein regelrechter Horrortrip wird inszeniert: Eine vermeintliche Schönheit kehrt ihr Innerstes nach außen und bringt damit nichts als Grausamkeit und Chaos zum Vorschein. Die Musik, auf die Scarlet ihre raue, wütende Stimme legt, hat eine ziemliche Wucht, obgleich dabei alles etwas mechanisch wirkt:

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So finden sich komplexe Breakdowns, die ein wenig zu sauber und leicht elektronisch klingen, trotzdem aber fetzen (etwa im Titel-Song). Dies wechselt sich ab mit harten Grooves aus dem Nu Metal-Bereich (‘Beauty Beast’) sowie der ein oder anderen Klavierballade (‘Love Heroin’ oder ‘Final Shot’). Scarlet – das muss man ihr lassen – hat mit ihrer Stimme aus jedem dieser Subgenres etwas zu bieten. Sie singt, schreit, rappt, und liefert deshalb mit OBEY THE QUEEN ein vielfältiges Album.

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