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Supared – Supared

Rock, 14 Songs / 55:09 Min.

5/ 7
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Michael Kiske ist zurück. Zwar nicht unbedingt im klassischen Power Metal, so wie man es von ihm erhofft hatte. Aber zumindest fernab jeglicher Pop-Gelüste, die er selbst immer wieder geäußert hatte. Der frühere Helloween-Frontmann präsentiert mit SupaRed seine neue Band und zelebriert mit ihr einen dynamischen Rock, wie er momentan so oder ähnlich vorzugsweise aus Amerika kommt. Wichtigster Gehilfe bei seinem Ansinnen, heftige Riffs mit modernen Rhythmen und seiner charismatischen Stimme zu verknüpfen, ist Gitarrist Sandro Giampietro, der schon mal für Helge Schneider auf dessen Rock’n’Roll-Tour in die Saiten griff. Giampietro spielt virtuos und modern, pfeffert pfundschwere Riffs aus dem Ärmel und weiß auch, wie eine trendy Axt im Jahre 2003 klingen muss. Kiske wiederum steht vor der per se schwierigen Aufgabe, seine durch die Hamburger Kürbismetaller geprägte Stimme in einen anderen Kontext zu betten. Das ist für unvorbereitete Zuhörer ein zunächst zwiespältiges Vergnügen, hofft man doch fast eine Stunde lang, Hymnen alten Kalibers zu entdecken. Vergebens. So braucht man einen zweiten und dritten Anlauf, um sich vollends mit Kiskes neuer Stilrichtung anzufreunden. Dann allerdings entdeckt man auf SUPARED viele kleinen Perlen, die trotz des offenbar bewusst schroff gewählten Sounds zu glänzen beginnen. ‘Hey’ ist solch ein kleines Wunderwerk mit Gänsehaut-Effekt, ‘Ride On’ ein weiteres. Mir gefällt’s, auch wenn ich insgeheim gehofft hatte, Kiske würde bei Masterplan (mit Roland Grapow und Uli Kusch) einsteigen.

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