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Tesla SHOCK

Hard Rock , Universal/T-Boy (12 Songs / VÖ: 8.3.)

3.5/ 7
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Mehr als jede ihrer Studioveröffentlichungen ist und bleibt das ungestüme Unplugged-Album FIVE MAN ACOUSTICAL JAM aus dem Jahr 1990 Teslas größte Sternstunde und sichert der Band aus Sacramento mit Coversongs wie ‘Signs’ bis heute einen Stammplatz im US-amerikanischen (Classic) Rock-Radio. SHOCK versucht nicht etwa, diesen oder den Weg von tollen Platten wie THE GREAT RADIO CONTROVERSY (1989) wiederaufzunehmen, sondern beschreitet einen ganz neuen: Eine gemeinsame US-Tour vor ein paar Jahren legte den Grundstein für die neue vermeintliche Traumpartnerschaft aus Tesla und Def Leppard-Gitarrist Phil Collen, wobei SHOCK von Letzterem gleich komplett produziert und co-komponiert wurde. Das Ergebnis ist genau der glattpolierte Def Tesla-Hybrid, den diese Paarung befürchten lässt.

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Nichts gegen den zuckersüßen Pop Metal der HYSTERIA-Schöpfer, ganz im Gegenteil. Aber eine Band wie Tesla, die sich in den Achtzigern so erfolgreich des gebügelten Bon Jovi-Images und -Sounds verwehren konnte, stets einen sympathisch schluffigen Hippie-Look pflegte und lässig auf Barhockern lümmelnd Grateful Dead, Beatles, Stones und CCR (neben authentischem Eigenmaterial) zum Besten geben konnte, will man einfach nicht in einem klebrig-kariösen Klangkorsett und mit Collens Pseudo-Mutt-Lange-Modifikationen hören, die in potenziellem Bacardi-Werbematerial wie ‘California Summer Song’ münden. Es sei denn, man gehört zu der sehr speziellen Klientel, die sich schon immer eine Kooperation der Black Crowes mit Desmond Child oder von Cinderella mit Jim Steinman gewünscht haben. Schockschwerenot.

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