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The Amity Affliction Chasing Ghosts

Emocore, Roadrunner/Warner 10 Songs / 42:07 Min.

3/ 7
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Foto: METAL HAMMER

In ihrer Heimat Australien springen die Jungs mit den dicksten Beuteltieren um die Wette, und das letzte Album YOUNGBLOODS hüpfte 2010 direkt auf Position sechs der Charts. Manche adeln ihren Mix aus Emo- und Metalcore als „Hipster Metal“, dabei ist dieser Sound mittlerweile so ausgelutscht wie der Schläger von Tiger Woods. The Amity Affliction gehen komplett nach Schema F vor: jugendlicher Frohgesang, derbe Kontraststimme, punkig-flotte Metalriffs, gezuckerte Höhepunkte, breite Orchestrierung, zeitgeistige Soundspielereien. Was fehlt: wirklich mitreißende Song-Ideen. CHASING GHOSTS ist in etwa so aufregend wie ein aufgebautes Schachbrett vor dem ersten Zug. Alles hat seinen Platz, alles ist auf Glanz poliert und statisch perfekt. Ich habe selten ein Album aus diesem Genre gehört, das mich so kalt lässt. Eine knappe Dreiviertelstunde wartet man auf irgendeine Form der Explosion, der Eskalation, ja, nur der Emotion. Nichts. Nada. Zero. Dass sie es besser könnten, zeigt der mit Abstand beste Song ‘I Heart H.C.’, wo die Jungs endlich mal der Furor packt. Diese positiv herben Momente sind aber viel zu selten. Unter Metallern gilt so etwas als „Weibermusik“. Ganz ernsthaft: Mit diesem Hubba-Bubba-Metal wäscht jede Klosterschülerin den Abteiboden…

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