Kritik zu Triggerfinger COLOSSUS

Triggerfinger COLOSSUS

Alternative Rock, Mascot/RTD (10 Songs / VÖ: 25.08.)

5/ 7
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Konnten Triggerfinger mit ihrem gefälligen Cover von Lykke Lis ‘I Follow Rivers’ vor fünf Jahren einen Überraschungs-Hit landen, war diese Nummer nie richtig repräsentativ für den Sound der Belgier, denen von früh an eher eine Nähe zu Queens Of The Stone Age attestiert wurde. Entsprechend gibt sich das Antwerpener Trio auch auf seinem fünften Album experimentierfreudig. Statt Gitarre kommen vermehrt und verstärkt zwei Bässe zum Einsatz, was beileibe nicht die einzigen fuzz-trockenen und sympathisch-schrägen Verrücktheiten sind, die der Dreier zusammen mit Produzent Mitchel Froom (Elvis Costello) ersonnen hat.

Dass sie bei allem Spaß am Klangexperiment den Song nie aus den Augen lassen, muss man Triggerfinger hoch anrechnen. Ballert der mächtige Opener und Titel-Track noch rein wie belgisches Starkbier in der Mittagssonne, schlägt die Band auf ‘Afterglow’ psychedelische Space Folk-Töne in bester früher Bowie-Manier an oder kreiert mit ‘Bring Me Back A Wild One’ einen kruden Bastard aus Iggy Pop und T. Rex – Saxofon inklusive. Sein Faible für Fünfziger-Sounds lebt Sänger/Gitarrist Ruben Block zum Schluss dann nicht nur in der Wahl seines Vintage-Equipments aus: ‘Wollensak Walk’ ist ein lässig und verlangsamt surfendes Gitarreninstrumental, welches Link Wray gemahnt.

Damit das alles aber auch nicht wieder zu cool wirkt, packen Triggerfinger mit dem anknüpfenden Hidden Track ‘Tiger Shark’, einer herrlich durchgeknallten Verballhornung einer Rockabilly-Schmonzette, noch grinsend einen drauf. Irre. Aber auch irre gut.

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