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Zeal & Ardor ZEAL & ARDOR

Industrial Metal  , MVKA/Good To Go (14 Songs / VÖ: 11.2.)

4.5/ 7
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Ich muss gestehen, dass mir die Genre-Bezeichnung, die unsere Reviews zu zieren hat, manchmal echt Kopfschmerzen bereitet. Zeal & Ardor kennen die meisten sicher als dieses Novelty-Ding, das Black Metal und Spirituals verbindet – nur, dass das Resultat sich beider bestenfalls in Form bruchstückhafter Zitate bedient. Der Schweizer Manuel Gagneux, der hinter Zeal & Ardor steckt, ist dabei auf seinem dritten Album eindeutiger als je zuvor im Metal verankert, und zwar in der Variante „mechanisierte Abrissbirne“, also irgendwo zwischen Young Gods und Slipknot – ergo Industrial Metal nach langer Überlegung. Die Art, wie seine Kompositionen ausbrechen aus dem hämmernden Armageddon, bedient sich ähnlicher Techniken wie Dance Music: Die coolen Wendungen etwa bei ‘Death Of The Holy’ erinnern mich an Chemical Brothers, und das meine ich als Kompliment.

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Oft jedoch passt nicht ganz zusammen, was zusammenpassen soll: Gagneux will seine eklektischen Elemente unter einem Dach extremer Härte zusammenführen – nur wirkt dieses Dach oft etwas krude mit überdrehten Electro-Beats und Groove-Riffs der unsubtileren Art. ‘Bow’ zeigt gut, dass ohne Betonmischer einfach mehr Song rauskommt, wenn die Soul- und Spirituals-Kiste geöffnet wird. Am Ende bleibt Zeal & Ardor ein spannendes Metal-Projekt für eine Zielgruppe, die eigentlich keinen Metal hört. Aber da darf sich unsereiner gerne mal druntermischen und diesen wilden, kreativen Mix genießen.


Für mich sind Zeal & Ardor viel mehr als Gospel und Black Metal. Manuel Gagneux zeigt mit dem dritten Wurf seiner Band, dass die Baseler wahrhaft ohne jegliche Scheuklappen Musik machen. Bei der obigen Gleichung fehlen mindestens noch Indie, Folk, Electro, Noise, Alternative und ansatzweise auch Metalcore. Etwas Spannenderes findet sich aktuell kaum in den weiten Gefilden des Schwermetalls. Lothar Gerber (5 Punkte)

Nach einem expliziten politischen Statement in EP-Form fokussiert sich der Avantgarde-Metal von Manuel Gagneux inhaltlich wieder auf seine alternative, diabolische Sklavengeschichtsschreibung. Musikalisch gerät die exklusive Mischung aus Black Metal mit Gospel und Blues auf dem dritten Album noch flüssiger und stimmiger, während Electronica- und Industrial-Elemente für spannende Wendungen sorgen. Für mich die Konsolidierung einer ungewöhnlichen musikalischen Vision in ihrer bisher kohärentesten Form. Frank Thiessies (5 Punkte)

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