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ZENO MORF Wings Of Madness

Heavy Metal, VÖ: bereits erschienen

5/ 7
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Pure Steel Karthago/Twilight (12 Songs / 49:53 Min.)

Jetzt wollen es die Norweger aber wissen: Bastelte der Fünfer von der Bandgründung an ganze 22 Jahre (!) an der letztlich 2009 erfolgten Veröffentlichung seines gleichnamigen Debüts, legen die Herrschaften nun keine 18 Monate später scharf nach. Dabei wird die musikalische Linie von ZENO MORF konsequent weitergeführt: Zur Debatte steht melodiebetonter Heavy Metal, der sich stark am US-Metal der Achtziger und Frühneunziger orientiert, insbesondere an Omen, Iced Earth und (wenn’s denn hymnisch zugehen darf) Warlord. So lassen dann auch zu Beginn bei ‘Riding The Tundra’ und ‘Wings Of Madness’ im instrumentalen Bereich Omen an allen Ecken und Enden grüßen, während Sänger Erik Westerlund eindrucksvoll demonstriert, dass seine Stimme den unwiderstehlichen dramatischen Touch eines Matt Barlow besitzt. In der Folge mogeln sich sogar Elemente der NWoBHM in den Sound der Skandinavier: ‘World Of Sorrow’ glänzt mit reinrassig eisern-jungfräulichen Leads; ‘Back On Your Feet’ zitiert Diamond Head, Tank & Co., und sogar dezente Doom-Anleihen gilt es zu konstatieren (‘Tyrant Of Extinction’). So weit, so gut. Im Endeffekt sind unsere fünf Helden kurz davor, sich selbst ein Bein zu stellen, indem sie sich zu oft zu unmotiviert in mal mehr, mal weniger ausgeprägt thrashigen Anwandlungen verschleißen (‘Into The Fire’, ‘Suburban Warrior’, ‘System Of Arrogance’). Zum Schluss versöhnt jedoch wieder die tolle, erneut die Sphären von Iron Maiden tangierende Hymne ‘Pleasure & Pain’ und lässt selbst über die gewöhnungsbedürftige Produktion mit ihrem ausgesprochen urbanen Underground-Appeal hinweghören.

SPECIAL TIPP

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