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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Steel Panther: live in Köln, München, Berlin

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In Köln angekommen, geht es am 19.09.2010 erstmal ins Pascha – eines der größten Bordelle in Europa. Anschließend ist beim Konzert im kleinen Luxor eine Stripperin auf der Bühne zu sehen, die nicht nur ihre Brüste zeigt, sondern auch mit einem Dildo rummacht. Die Frau ist schließlich vom Fach und weiß, wie man ein Publikum anheizt. Irgendwer findet das anscheinend aber doch nicht so super und zeigt die Show an. Mit Folgen.

Die zeigen sich in München, wie unsere Fotografin Eva Bubek-Louis berichtet:

„Beginn des Konzertes sollte um 22 Uhr sein. Abends stand aber das KVR samt Polizei vor dem ausverkauften und komplett gefüllten Club und verlangte, alle unter 18-Jährigen wieder raus zu ziehen. Sonst dürfte die Band nicht anfangen. Außerdem drohte das KVR, wenn nur ein einziges Mädel auf der Bühne ihren Busen zeige, würde das Konzert abgebrochen. Man hatte beim Einlass bereits von einigen Jugendlichen die Ausweise eingesammelt, jetzt wurden sie per Lautsprecher-Ansage ausgerufen. Die Ansagen wurden noch ca. fünf Mal wiederholt. Inzwischen war es 22.45 Uhr und im Club herrschte ein einziges großes Pfeifkonzert.“

Endlich spielen Steel Panther dann trotzdem noch. Das Publikum im 59:1 bekommt in eine Show mit klarer Rollenverteilung und Ansagen geboten, deren Spaßfaktor höher liegt, als bei mancher ausgemachten Comedy-Show im Fernsehen: der dümmste Bassist im Rock’n’Roll disst den Gitarristen im Ben Stiller-Look, der Drummer wird mit Witzen über die von ihm flachgelegten fetten Bräute aufgezogen und eigentlich geht es doch viel mehr ums knattern, als ums rocken. Obwohl auch gerockt wird. Eigenkompositionen á la ‘Community Property’, ‘Eyes Of A Panther’ und natürlich ‘Death To All But Metal’ und Cover-Songs von Bon Jovi, Van Halen, Journey und Guns N’ Roses.

Was genau gespielt wird, ändert sich von Nacht zu Nacht. Am 21.09.2010 im Berliner C-Club ist die Setlist deutlich anders, als noch in Köln, wie Kollege Frank erzählt. Er war schon in Köln dabei – auch im Pascha – und wird in der nächsten Ausgabe des METAL HAMMER (20.10.2010) von seinen Tour-Erlebnissen mit Steel Panther berichten. Wie viel bei den Shows nun tatsächlich live ist und wo technisches Backup im Spiel ist, ist dabei genauso egal wie die Frage, ob Steel Panther besser sind, wenn sie a) covern, b) labern oder c) eigene Songs spielen. Sebastian bringt es während des METAL HAMMER-Betriebsausflugs lachend auf den Punkt: „Die haben erst einen Song gespielt und eine Ansage gemacht und sind trotzdem fasst schon Konzert des Jahres.“

Hair Metal ist während der Steel Panther-Tour zurück: eingängige Hit-Riffs, Locken, Klischees, eine gute Zeit. Was kann man von einem Dienstag-Abend mehr verlangen? Außer vielleicht, dass beim nächsten Mal eine Fanin auf die Bühne geholt wird, die die englische Aufforderung, doch bitte ihre Möpse zu zeigen, auch versteht. In Berlin ist das den Ordnungshütern nämlich herzlich egal.

Bilder von der Show in München findet ihr oben in der Galerie.

Tobias Gerber

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