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Dark Side Of Sugar

Steven Wilson: „Sie nennen es soziales Netzwerk – für mich ist es unsozial!“

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Keine zwei Jahre nach dem überwältigenden Erfolg von THE RAVEN THAT REFUSED TO SING (AND OTHER STORIES) veröffentlicht STEVEN WILSON mit HAND. CANNOT. ERASE. sein viertes Soloalbum. Darauf schlägt der Meister progressiver Vielfalt eine Brücke über sein bisheriges musikalisches Schaffen und zeichnet zugleich ein trauriges Bild von Einsamkeit in der Moderne.

Dass sich der Hörer unter dem (aus der Zeile „Hand cannot erase this love“ abgekürzten) Titel nicht sofort etwas vorstellen kann, ist von Wilson beabsichtigt: „HAND. CANNOT. ERASE. hat eine spezielle Bedeutung für mich, die ich nicht verraten will. Nur so viel: Das wichtigste Wort ist ERASE. Die junge Frau radiert ihre eigene Existenz aus und verschwindet einfach.“ Ein enthaltenes Thema, das dem nachdenklichen Engländer sehr am Herzen liegt, ist die in sozialen Netzwerken schlummernde Gefahr: „Das Internet treibt trotz seines verbindenden Charakters die Vereinsamung des Einzelnen voran“, erklärt er. „Es spielt Menschen am Computer vor, persönliche Beziehungen und Freunde zu haben, die nicht real sind. Man kreiert nicht nur ein Bild von sich, sondern in einigen Fällen sogar eines, das nicht der Realität entspricht. Mich ängstigt die Idee, dass sich manche Leute mehr durch ihr virtuelles Ich definieren als durch ihr reales Leben. Es ist so leicht: So sehe ich aus, diese Filme und Bücher mag ich, diese Musik gefällt mir, das sind meine Freunde und Fotos. Das reicht heute offenbar aus, um eine Persönlichkeit zu kreieren. Sie nennen es soziales Netzwerk – für mich ist es unsozial!

Wilson schlägt ein Bein über das andere und legt mit seinen eigenen Erfahrungen nach: „Das Tolle am Internet ist, wie eine Lüge zum Gerücht und dann zum Fakt werden kann. Ein Spanier, den ich noch nie getroffen habe, gibt sich aktuell als mein Freund aus und verbreitet, mein nächstes Projekt sei ein neues Porcupine Tree-Album. Das Gerücht wurde von Blogs aufgeschnappt, und jetzt fragt mich jeder danach. Doch es handelt sich um eine Lüge! Wir haben Porcupine Tree zwar nicht aufgelöst und ich schließe nicht aus, dass wir noch ein Album machen werden – doch im Moment habe ich keine Pläne in dieser Richtung. Vielleicht eines Tages.

>>> mehr dazu lest ihr in der März-Ausgabe des METAL HAMMER

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