Toggle menu

Metal Hammer

Search
Kiss - Exklusive Vinyl-Single in 07/19

The Devilʼs Blood wurden vom Bösen verführt

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Nach dem Probehören von THE THOUSANDFOLD EPICENTRE sind alle Anwesenden in den Biergarten des Clubs umgezogen, wo SL als Sprachrohr der Band im Alleingang und demnach im Akkord Interview-Wünsche erfüllt. Trotz des straffen Promo-Programms wirkt der Niederländer entspannt und zufrieden, diesen Brocken nun im Kasten zu haben. Das große Interesse, das ihm aus allen Bereichen vom Metal-Magazin bis hin zu Tageszeitungen entgegen schlägt, hat er aber noch nicht so wirklich verdaut: „Um ehrlich zu sein: ich hätte nicht einmal erwartet, dass METAL HAMMER jemals über uns schreiben würde“, meint er verwundert. „Ich sah das immer als etwas, das nur großen Bands passiert. Es zeigt mir, dass unsere Arbeit einen Eindruck hinterlässt – ob dieser nun gut oder schlecht ist, einmal ganz beiseite gelassen. Ich weiß es sehr zu schätzen, wenn sich Leute mit The Devilʼs Blood beschäftigen und es dadurch zu einem Teil ihres Lebens wird, auch wenn das in Magazinen stattfindet, die eigentlich außerhalb unseres Spektrums sind.“

[…]

SL und seine Schwester sind das Rückgrat von The Devil’s Blood, dementsprechend muss es auch eher als Randnotiz gelten, dass nun ein neuer Schlagzeuger sowie Gitarrist an Bord sind. Doch vermutlich fällt es dem  Bandchef ohnehin nicht leicht, Leute zu finden, die seine kompromisslosen spirituellen Ansichten teilen. „Das ist nahezu unmöglich“, stimmt SL zu. „Wann haben schon mal zwei Leute die genau gleiche Meinung? Ich erwarte lediglich, dass sie respektieren, was es für mich bedeutet, dass sie der Sache offenen Auges gegenüber treten und zu sich selbst ehrlich sind. Ich habe eine sehr klare Vorstellung davon, wohin ich gehen, was ich tun möchte und wie ich das erreiche. Es ist die Aufgabe der anderen Mitglieder, mich dabei zu unterstützen.“ So wie SL seine guten Freunde Watain auf deren letztjähriger Tour unterstützte, wo er für Set Teitan einsprang. „Es ist schwer zu beschreiben, was diese Erfahrung für mich bedeutet hat“, sinniert SL rückblickend. „Ich fühlte mich wie von Brüdern umgeben, von Leuten, die meine Ansichten und Überzeugungen in vielen Punkten teilen. Ich würde nicht sagen, dass es mich verändert hat, aber mir sind einige sehr wichtige Dinge über mich selbst klar geworden: Ich befinde mich auf dem richtigen Weg, und meine Überzeugungen sind richtig für mich.“ Sprichtʼs, nickt noch einmal zufrieden und lehnt sich entspannt zurück.

[…]

Zwar merkt man, dass die circa hundert Anwesenden bei bereits bekannten Stücken wie ʻRiver Of Goldʼ noch ein wenig mehr steil gehen, aber auch neue Songs wie ʻA Thousandfold Epicentreʼ oder ʻDie The Deathʼ werden hemmungslos abgefeiert. Spätestens bei ʻThe Heavens Cry Out For The Devils Bloodʼ und ʻVoodoo Dustʼ wird klar, welch hervorragende Musiker sich SL mit dem neuen Gitarristen und Drummer geangelt hat: Der Bandleader spielt sich in einen regelrechten Rausch, in den ihm seine Mitstreiter problemlos folgen, während das Publikum sich mit offenem Mund von der Wucht aus drei Gitarren auf links fönen lässt. ʻChrist Or Cocaineʼ beschließt die ebenso fesselnde wie mitreißende Machtdemonstration. Schade, dass heute keiner der Hype-Unkenrufer auf der Gästeliste stand. Denen hätte das hier nämlich endgültig das hämische Grinsen aus dem Gesicht gewischt.

Noch mehr zum neuen Album THE THOUSANDFOLD EPICENTRE findet ihr in unserer Dezember-Ausgabe. Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 6,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 12/11“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.

Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Ein Mal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden + damit euch auch sicher nichts entgeht.

Anzeige

iPhone XR für 1 €* im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone

  • 6,1″ Liquid Retina Display
  • leistungsstarker Smartphone Chip
  • revolutionäres Kamerasystem

Bei der Telekom bestellen

Anzeige

teilen
twittern
mailen
teilen
Slayer: Zehn Momente, in denen der Band alles egal war

Kündigt eine Band ihren Abschied an, schaut man gerne auf ihre Karriere zurück. So auch bei Slayer, obwohl Tom Araya im Titel-Track des letzten Albums REPENTLESS singt: "Kein Zurückblicken, kein Bereuen, keine Entschuldigungen." Revolver Mag sammelte zehn Momente, in denen Slayer einfach Slayer waren: 1. Die erste US-Tournee Obwohl Slayer bereits viele Konzerte als der US-Westküste mit ihrem 1983er-Debüt SHOW NO MERCY gespielt hatten, ließ sich die Band bis Herbst 1984 Zeit, um den Rest von Nordamerika zu bereisen. Allerdings hatten sie weder Geld, noch einen Manager, und als "Tour-Bus" diente Tom Arayas Chevy Camaro. "Wir schliefen in Kellern und…
Weiterlesen
Zur Startseite