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Thomas Ewerhard: Cover-Künstler für Avantasia, Rage uvm.

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Thomas, du hast 1997 dein Hobby zu einer beruflichen Laufbahn als Illustrator/Designer von CD-Covern und Merch-Designs gemacht. Wie kam es dazu?

Eigentlich wie die Jungfrau zum Kinde. Damals habe ich noch in einer Band (Breeding Fear – Anm.d.A.) gespielt und schon immer Designs für meine Bands gemacht. Wir waren bei Andy Classen im Studio, und dort hielten sich natürlich auch andere Musiker auf, mit denen man sich über Artwork und dergleichen unterhielt. Andy Classen hatte zu der Zeit gerade ein neues Projekt mit Dirk Weiss von Warpath am Start: Richthofen. Im Studio bekam ich die Musik von Richthofen mit und fand das seinerzeit sehr cool.

Davon ausgehend, entwarf ich einige Artwork-Designs, und Andy Classen sowie das Label Gun Records waren sofort begeistert. Ich habe sogar Geld dafür gekriegt, und auch gar nicht so wenig. Und da dachte ich mir: „Ach, guck an, das könnte doch vielleicht ein Job sein.“ Zu jenem Zeitpunkt studierte ich noch Biologie, war damit aber nicht sehr glücklich. Fortan ging es dann aber auch in eine andere Richtung. Aus dem Richthofen-Job entstanden Folgeaufträge für Crack Up, Hate Squad und Disbelief. Anschließend entwarf ich einen Portfolio-Flyer, den ich an sämtliche Kontakte aus der Musik-Branche, die ich auftreiben konnte, schickte. So fing alles an.

Wie gehst du an ein Projekt heran? Gibt es eine Art Überschrift, die als generelle Quelle der Kreativität im Zusammenhang mit dem jeweiligen Projekt dient?

Eine Überschrift im herkömmlichen Sinne gibt es bei mir nicht. In den meisten Fällen konkretisiert ja bereits die Musik von Band X die Grundidee. Bei Prog Metal-Bands, für die ich schon viel gemacht habe, steht oft das Abstrakte im Vordergrund, das natürlich auch durch die Musik illustriert wird. Des Weiteren wird in vielen Fällen das Artwork dem bereits feststehenden Albumtitel angepasst. Ein Beispiel: Als ich ihm Rahmen von Avantasias Album THE SCARECROW mit Tobias Sammet telefonierte, sagte dieser ganz konkret, dass er den Albumtitel visualisiert haben will. Aus diesem Grund sieht man eine Vogelscheuche.

Du bist hauptsächlich in der Metal-Szene als Künstler aktiv, somit ist davon auszugehen, dass du ein Metalhead bist?

Klar. Ich treibe mich auch auf den deutschen Festivals herum, gerade auf denen, für die ich arbeite oder gearbeitet habe. So zum Beispiel das Summer Breeze, auf dem ich seit 2003 bin. Dort ist es immer schön, altbekannte Gesichter zu treffen, und natürlich checke ich auch die T-Shirt-Designs, die ich gemacht habe. Das ist dann quasi der Abschluss eines Projekts. Ansonsten bin ich auch noch gerne auf dem With Full Force, wenngleich ich damit keine berufliche Verbindung habe, sondern dort für mich in erster Linie Bands und Bier im Vordergrund stehen.

Über den Sommer verteilt reichen mir dann fünf, sechs Open Airs. Ansonsten sind Suicidal Tendencies eine meiner Lieblingsbands. Dass ich mir die Klassiker wie frühe Metallica und Slayer immer noch gerne anhöre, versteht sich von selbst. In diesem Zusammenhang muss ich auch zugeben, dass ich eher auf Bewährtes zurückgreife, als nach neuen Bands Ausschau zu halten. Anfang/Mitte der Neunziger, quasi während des Booms, war ich Feuer und Flamme für den schwedischen Death Metal. Alles in allem bin ich jedoch mehr auf der Rock’n’Roll-Schiene gelandet: Gluecifer, Social Distortion oder Hardcore Superstar.

Noch mehr von Lautmaler Thomas Ewerhard könnt ihr in der ausführlichen Geschichte in unserer Juni-Ausgabe lesen.

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 8,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 06/12“ an einzelheft@metal-hammer.deschicken.

Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unterwww.metal-hammer.de/einzelheft.

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