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Victory Records: Interne Email deutet massive Verluste durch Spotify-Streit an

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Wir wir berichteten entfernte der Streaming-Dienst Spotify vor Kurzem große Teile des Backkataloges von Victory Records aus seinem Portfolio. Wie Victory damals publik machte, würde Spotify Künstlern und dem Label rund 23.000 US-Dollar schulden, weshalb Spotify die Songs offline nahm und „Untersuchungen einleitete“.

Jetzt wurde dank der International Business Times eine interne Mail des Labels publik, in der Victory-Gründer Tony Brummel behauptet, dass er bald Leute entlassen und Bands droppen müsste, wenn der Backkatalog nicht bald wieder auf Spotify verfügbar wäre. „Sie bringen uns 70% unserer monatlichen, digitalen Verkäufe“, so Brummels. „Entschuldigt, dass ich fluche, aber in ein paar Monaten bin ich am Arsch.“  Brummel behauptet außerdem, dass Spotify auch bei den aktuellen Ertragsauszahlungen hinterherhinken würde, nennt aber keine Zahlen.

Zudem entsteht laut dem Label-Chef ein weiteres Problem: Da die Empfehlungen und die generelle Sichtbarkeit von Bands auf Spotify nicht unerheblich von ihrer Daten-Historie (also bereits abgespielten Streams, aufgerufenen Alben etc.) abhängt, verlangt Brummel, dass die Songs mit den „historischen Daten“ auf den Streaming-Dienst zurückkehren – ansonsten könnten Nutzer neue Veröffentlichungen der Bands gegebenenfalls nicht rechtzeitig entdecken.

Generell sind die Aussagen von Brummel vorsichtig zu betrachten, da viele andere Labels darüber klagen kaum Geld mit Streams zu verdienen, sodass die Aussage, die Spotify-Erlöse würden mehr als 70% des digitalen Ertrags einnehmen, nicht ohne Weiteres als gegeben angesehen werden kann. Darüber hinaus gibt es nach wie vor kein klares Statement von Spotify zum Sachverhalt, sodass nicht beide Seiten des Streits beleuchtet werden können.

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