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Varg

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Bereits zum Vörgängeralbum WOLFSZEIT vor drei Jahren haben sich Varg politisch deutlich positioniert, und selbst das klare, deutliche Statement gegen rechts, das kürzlich von Freki als Reaktion auf die ziemlich dreist ausgeführten Vorwürfe – aus der rechten (!) Ecke – entworfen und veröffentlicht wurde, ließ die Welle der Brandmarkungen nicht abebben. „Es ist wirklich hart, wenn dein ganzes Herzblut in der eigenen Band steckt und du dann durch die eigene Dämlichkeit nicht nur deinen Ruf, sondern den deiner ganzen Band gefährdest“ führt der Sänger aus. „Ich habe den Jungs deswegen mitgeteilt, dass ich in Betracht ziehe, die Band zu verlassen. Es war sehr aufbauend für mich, als sie mir mitteilten, dass für sie so etwas nicht in Frage kommt.“

Ein Foto, auf dem er ein Shirt der Band Absurd trug, war beileibe nicht der einzige Grund, wurde aber letztendlich als Aufhänger für eine Maschinerie genutzt, die sich immer schneller verselbständigte. „Nachdem das Bild aufgetaucht war, wollte ich zunächst noch alles unter den Teppich kehren. Ein saudummer Fehler“, so Freki. „Doch schon einen Tag später habe ich begriffen, dass die Vergangenheit einen irgendwann einholt und man dann nicht einfach das Kapitel streichen kann. Deswegen habe ich beschlossen, tabula rasa zu machen. Es ist absolut nervig, ständig aufs Neue Offenbarungseide abzulegen, deren Glaubwürdigkeit dann wieder von anonymen Internet-Usern in Frage gestellt wird.“

Inzwischen sind Varg zusammen mit unter anderem Finntroll und Eluveitie auf der „Paganfest“-Tour unterwegs und können den Mythos, dass Opener-Bands auf solchen Touren bluten müssen, selbst absolut nicht bestätigen. Freki berichtet begeistert davon, dass Varg von allen so freundlich wie nur vorstellbar aufgenommen wurden und man sich gegenseitig hilft, wo man nur kann. Natürlich wurden auch die Vorkommnisse der letzten Zeit angesprochen, aber Freki hat erfreut festgestellt, dass sich wohl die meisten Musiker selbst ein Bild von einem Menschen machen, statt zwielichtigen Statements aus den Tiefen des WWW Glauben zu schenken. „Wir stehen auch jeden Abend nach unserem Auftritt am Merchandise-Stand“, so Freki, „um uns bewusst offen der Thematik und Fragen zu stellen. Meine Ansage zu dem Thema auf der Bühne wurde von fast allen vor Ort positiv aufgenommen. Aber im Internet werfen uns die einen vor, dass wir uns anbiedern wollen, die anderen meinen, so etwas habe im Metal nichts zu suchen. Aber wir werden das weiterhin so machen, aus einem einzigen Grund: weil es uns ein Anliegen ist…“

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