Toggle menu

Metal Hammer

Search

Im Pit bei Sólstafir

von
teilen
mailen
teilen

Was könnte man Sonntagabend Besseres machen, als über den Winterdom in Hamburg zu laufen und sich dabei im Flakturm zu verlaufen. Dort spielen heute Abend die Isländer Sólstafir eines ihrer wenigen Konzerte in Deutschland in diesem Herbst. Was als lauschiger Abend angedacht ist, entpuppt sich dabei schnell als Sardinenbüchse: Der Saal ist voll bis zum Anschlag.

Gute Voraussetzungen für Timechild. Die noch recht junge Progressive Rock-Band aus Dänemark kann, obwohl sie vom Stil nicht ganz in den Abend passt, recht schnell überzeugen. Das Publikum schunkelt munter bei den Songs mit. Bei dem heutigen Billing sollte man materialbedingt auch keine großartige Eskalation erwarten, und die Dänen machen ihren Job mehr als gut.

Nun steigen wir hinab in die finsteren Tonlagen von The Abbey. Die Dark/Doom-Formation aus Finnland sorgt mit ihrem frostigen Sound für eine erhabene Atmosphäre innerhalb der Bunkerwände. Mit ‘Widow’s Will’, ‘Queen Of Pain’ oder ‘Starless’ überzeugt die Musik vollends, auch wenn man sich sicher auf diese treibende Ruhe einlassen muss – also Augen zu und genießen. Das Publikum applaudiert dann auch passend nur zum Ende der Songs.

Sólstafir

Es bleibt eisig: Nach dem Intro starten Sólstafir mit ‘Bláfjall’ in den Abend und sorgen für andächtig nickende Köpfe. Leider hadert die Band im Gegensatz zu den Supports mit einigen technischen Problemen zu Beginn, die sich auch in Gänze nicht beheben lassen. Dies hat einige Auswirkungen auf den gesamten Sound im Laufe des Abends.

Dennoch liefern die Isländer gut ab, und Sänger Aðalbjörn Tryggvason geht auf Tuchfühlung mit den Fans in den ersten Reihen. Mit ‘Akkeri’ und später ‘Lágnætti’ gewinnt die Band alle Anwesenden für sich, und man sieht sichtlich durchgehend genießende Gesichte im Publikum.

Im hinteren Drittel geht es mit ‘Ótta’ und ‘Ritual Of Fire’ weiter, und die Band fordert noch einmal alle Aufmerksamkeit vom Publikum. Als Zugabe schieben Sólstafir die Hymne ‘Fjara’ hinterher, bei der Aðalbjörn todesmutig durch die Halle klettert. Mit ‘Goddess Of The Ages’ wird das Konzert würdig beendet, und die Band entlässt das Publikum zur späten Stunde in die Nacht.

Setlist Sólstafir:

  • Náttfari
  • Bláfjall
  • Þín Orð
  • Akkeri
  • Ör
  • Rismál
  • Lágnætti
  • Rökkur
  • Ótta
  • Ritual Of Fire

Encore:

  • Fjara
  • Goddess Of The Ages


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
mailen
teilen
Children Of Bodom: Rückkehr nach Bodom

Den kompletten Bericht über das Tributkonzert von Children Of Bodom findet ihr in der METAL HAMMER-Maiausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Große Pläne Es war eine Bodom-Show wie keine zuvor, das ist ohne­hin klar. Es war aber auch eine Bodom-Show, die einen dezidiert oldschooligen Charakter hatte. Und das lag nicht nur an der Setlist, verrät Basser Henkka Seppälä. „Wir haben so viele Shows gegeben, dass Alexi die Songs live eigentlich nie zweimal gleich gespielt hat. Samy hingegen hat alles ganz bewusst so gespielt wie auf…
Weiterlesen
Zur Startseite