Pen-And-Paper: Wenn die Würfel fallen

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In den Sechzigern und Siebzigern erschloss die harte Rock-Musik neue Themenfelder. So widmeten sich Led Zeppelin auf ‘Ramble On’ (LED ZEPPELIN II, 1969) den finsteren Ringgeistern aus J.R.R. Tolkiens ‘Der Herr der Ringe’-Trilogie und versuchten sich in ‘The Battle Of Evermore’ (LED ZEPPELIN IV, 1971) kurz darauf noch einmal an dessen literarischem Kosmos. Uriah Heep behandelten mit DEMONS AND WIZARDS (1972) auf Albumlänge fantastische Thematik, und Wishbone Ash verbanden mit ‘The King Will Come’ (ARGUS, 1972) ambitionierte Blues-Läufe mit heroischen Texten.

Unheilsbringer

Die Faszination für Geschichten, die in fiktiven Ländern spielen, von unterschiedlichen Kulturen bereichert und starken Recken geprägt werden, entfaltete sich. „Ich habe ‘Der Herr der Ringe’ damals im Schulunterricht gelesen“, erinnert sich Cirith Ungol-Schlagzeuger Robert Garven. „Zu jener Zeit waren die Werke deutlich unbekannter, es gab schließlich noch keine Verfilmungen.“ Damit prägten Fantasy-Werke auch das Metal-Geschehen.

Saltatio Mortis veröffentlichen mit FINSTERWACHT passend zu ihrer Burgentour nicht nur ein Konzeptalbum, sondern auch ein Buch und ein Rollenspiel. METAL HAMMER-Volontärin Annika Eichstädt lud die gesamte Band für den METAL HAMMER Podcast zur Tafelrunde.

Der Band-Name Cirith Ungol ist dem Werk Tolkiens entlehnt, außerdem bedient man sich in textlicher Hinsicht der fantastischen Welten des US-amerikanischen Fantasy-Autoren Michael Moorcock, speziell dessen ‘Elric’-Zyklus. Dieser erzählt die Geschichte des tragischen Helden Elric von Melniboné, der – körperlich gebrechlich, von den magischen Kräften seines Schwerts Sturmbringer abhängig sowie per Teufelspakt mit dem Dämonen Arioch verbunden (nach dem sich Marduk-Frontmann Mortuus für sein Soloprojekt Funeral Mist benannt hat) – ungewollt Unheil über sein Königreich bringt.

Im Universum der Moorcock-Romane

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„Im Grunde ist unsere Musik eine Art Pen-And-Paper-Rollenspiel“, sagt Robert glucksend. Moorcock hat jedoch nicht nur Cirith Ungol beeinflusst. Er gilt als Co-Autor von Blue Öyster Cults ‘Black Blade’ (CULTOSAURUS ERECTUS, 1980) sowie ‘Veteran Of The Psychic Wars’ (FIRE OF UNKNOWN ORIGIN, 1981) und trat im Zusammenhang mit der Space Rock-Band Hawkwind gleich mehrfach als Songwriter in Erscheinung. Er stand sogar mit ihnen auf der Bühne und trug seine Texte vor. Mit ‘Sturmbringer’ existiert sogar ein Pen-And-Paper-Rollenspiel, das in dem Universum der Romane spielt. Kaum ein Schriftsteller prägte die Metal-Szene – speziell den Epic Metal, der sich dezidiert mit Fantasy-Thematiken auseinandersetzt und dem Cirith Ungol zugerechnet werden – so stark wie Moorcock.

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Smith/Kotzen: The Winery Maiden oder Iron Dogs?

Das komplette Interview mit Smith/Kotzen findet ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2025, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Sie haben es tatsächlich wieder getan: Fast auf den Tag genau vier Jahre nach ihrem aufsehenerregenden Debüt­album SMITH/KOTZEN (2021) veröffentlichen der Iron Maiden-Gitarrist Adrian Smith und sein amerikanischer Freund und Kollege Richie Kotzen (The Winery Dogs, Ex-Mr. Big, Ex-Poison) ein weiteres gemeinsames Album. Es nennt sich BLACK LIGHT/WHITE NOISE und klingt – zumindest für Smiths bisherige Karriere – erneut bemerkenswert Blues-rockig. Für Kotzen dagegen ist die Scheibe abermals die konsequente…
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