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The Devil’s Blood Live

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Pünktlich zum Beginn des „offiziellen deutschen Veröffentlichungs-Rituals“ zum neuen Album von The Devil’s Blood vermeldet die Abendkasse das magische Wort: „Ausverkauft!“. Und das trotz hochkarätigem Konkurrenzprogramm (mit Volbeat und dem Black Troll Winterfest) in den Nachbarstädten – nicht schlecht!

Zur Einstimmung dürfen In Solitude ran, die sich 45 Minuten in der Hauptsache auf ihr letztes Album THE WORLD. THE FLESH. THE DEVIL konzentrieren. Der von Mercyful Fate beeinflusste, traditionelle Metal der Schweden kommt gut an, nur Sänger Pelle Åhman erntet mit einem um die Schultern drapierten und ziemlich dämlich aussehenden Fuchs befremdete Blicke und den einen oder anderen Lacher. Dennoch: Daumen hoch!

In der halbstündigen Umbaupause das übliche Brimboruim: eine Art Altar wird aufgebaut, obendrauf ein paar Tierschädel, Räucherstäbchen und Kerzen, Backstage gießt sich der Headliner das Blut über die Körper. Nun ja. Doch all das wird Makulatur, als The Devil’s Blood mit dem auch das neue Album eröffnenden Doppelschlag aus ‚Unending Singularity‘ und ‚On The Wings Of Gloria‘ loslegen. Abseits vom ganzen angestaubten, kultischen Quatsch und Requisiten, die man seit Jahrzehnten in jeder besseren Kifferbude findet, wird schnell klar, dass die Holländer rein musikalisch über (fast) jeden Zweifel erhaben und mit ihrem Retro Rock zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Auch wenn am heutigen Abend das am Vortag erschienene THE THOUSANDFOLD EPICENTRE mit gleich sieben Stücken im Mittelpunkt steht, verzichten die Eindhovener selbstredend nicht auf älteres Material, beispielsweise ‚River Of Gold‘ von der COME REAP-EP oder ‚House Of 10.000 Voices‘ vom Debütalbum.

Von Beginn an schallt wuchtiger, klarer Sound durch den Club, die mit roten Fahnen dekorierte Bühne und eine spartanische, aber dennoch effektvolle Lichtshow liefern perfekte Rahmenbedingungen für einen großen Abend mit vielen ausgiebig zelebrierten Instrumental-Jams im Zeichen der drei Gitarren. Dass die Band auf Ansagen und die ganz große Bühnenshow (abgesehen von der das Konzert durchbangenden Saitenfraktion) verzichtet, ist bekannt. Dennoch wäre es schön, wenn sich Sängerin Farida Lemouchi wenigstens mal zu einer kleinen Geste in Richtung Publikum durchringen könnte, Ritual hin oder her. Und die hätten sich die Zuschauer auch mehr als verdient. Denn egal, ob Titel vom neuen Album wie ‚She‘ und der Titeltrack oder angehende Klassiker wie ‚The Heavens Cry Out For The Devil’s Blood‘: Essen bangt und singt sich in einen Rausch, der mit dem abschließenden ‚Christ Or Cocaine‘ den absoluten Höhepunkt erreicht und einen begeisternden Schlusspunkt unter gut anderthalb Stunden Rock setzt.

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Slayer: Bunt gemischte Abschieds-Setlist

Nach 37 Jahren, zwölf Studioalben, zahlreichen Live-Aufnahmen und beinah 3000 gespielten Konzerten neigt sich die Slayer-Ära dem Ende. Den ersten Gig ihrer Abschiedstour gab die Band bereits am 10. Mai in San Diego. Die Setlist zeigt, durch welche Songs ihrer Karriere sich die Metal-Mannen bei der Tour spielen werden. Auch wenn nicht sicher ist, ob Slayer auf jedem Konzert die exakt gleiche Liedersammlung ihren Hörern präsentieren werden, kann man doch zumindest auch in Europa mit einer ähnlichen Aufstellung rechnen. Setlist: ‘Repentless’ ‘Blood Red’ ‘Disciple’ ‘Mandatory Suicide’ ‘Hate Worldwide’ ‘War Ensemble’ ‘Jihad’ ‘When the Stillness Comes’ ‘Postmortem’ ‘Black Magic’ ‘Payback’ ‘Seasons…
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