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Studie: Unorthodoxe Musik macht kriminell - auch Metal?

Diebe unter uns!

Böse Musik = böses Verhalten? Diese klischeehafte Gleichung wollen niederländische Forscher nun in einer aktuellen Studie bestätigt haben.

Laute und rebellische Musik als Indikator für kriminelles Verhalten: Kaum ein jugendliches Fehlverhalten wurde nicht schon auf die ach so böse Musik abgewälzt.

Wissenschaftler der Universität Utrecht haben aber jetzt festgestellt, dass solch hysterisch geglaubte Phantasien Erwachsener doch zutreffen. Sie wollen einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Musikgeschmack und kleineren Delikten herausgefunden haben.

Mehr als 300 Oberschüler im Alter von 12 und 16 Jahren wurden für diese Studie befragt. Fragwürdiges Ergebnis: Straftaten wie Ladendiebstahl und Vandalismus werden von Jugendlichen, die “unorthodoxe” Musikrichtungen wie Heavy Metal, Gothic, Gangsta-Rap, Punk oder Hardhouse hören, häufiger begangen als von jenen, die eher sanfteren Klängen frönen.

“Wir waren selbst überrascht”, erzählt Dr. Tom Ter Bogt von der Uni Utrecht. “Wir haben es immer und immer wieder überprüft.”

Ob man solch höchst unterschiedliche Musik-Genres allerdings wirklich in einen Topf werfen sollte bzw. überhaupt kann, sei dabei mal dahingestellt.

Ein Zusammenhang zwischen früherer Kriminalität und späterem Musikgeschmak konnte jedoch nicht festgestellt werden.

“Die Musikauswahl zeigt daher nur an, ob später ein problematisches Verhalten zu erwarten ist, nicht umgekehrt”, folgern die niederländischen Forscher.

Weiterhin meint Ter Bogt: “Wir vermuten, dass eine solche Präferenz für rebellische und laute Musik die Jugendlichen mit Gleichgesinnten zusammenbringt und sich daraus eine Gruppendynamik entwickelt, die das Verhalten der Jugendlichen negativ beeinflussen kann.

Kinder, die beispielweise Klassische Musik oder Jazz hören, neigen dazu sich weit weniger auffällig zu verhalten.

Ich kann Eltern, deren 12-jährige Kinder laute und rebellische Musik hören, nur raten sich vor Augen zu führen, in welchen Freundeskreisen sie verkehren.”

Die komplette Studie in englischer Sprache könnt ihr euch als pdf-Datei hier downloaden.

In der Bildergalerie oben könnt ihr euch hingegen einige potentielle Kriminelle zu Gemüte führen.

Was haltet ihr von der Studie? Sagt es uns in den Kommentaren, auf  Facebook, Google+ oder Twitter!

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