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Cristina Scabbia freut sich über ESC-Sieg Italiens

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Die italienischen Rocker Måneskin haben bekanntlich am vergangenen Samstag, den 22. Mai, den Eurovision Song Contest — kurz: ESC — gewonnen. Darüber hat sich nicht nur das Quartett selbst, sondern unter anderem auch Lacuna Coil-Frontfrau Cristina Scabbia gefreut. In einem Livestream auf ihrem Twitch-Kanal am 23. Mai (siehe unten) sagte sie über den insgesamt dritten ESC-Sieg Italiens:

Nationale Rock-Euphorie

„In der Regel schaue ich mir den Song Contest nicht an. So muss ich zugeben, dass ich gestern zum ersten Mal die ersten Stunden geschaut habe. Und es war ein großer Zufall, dass ich es an dem Abend geguckt habe, an dem Italien gewonnen hat. Musikwettbewerbe sind immer echt seltsam für mich, denn ich mag es nicht, wenn sie einen Künstler gegen einen anderen antreten lassen. Allerdings bin ich froh darüber, dass Italien und Måneskin gewonnen haben. Aber es ist eigentlich nicht mein Ding. Ich weiß, dass man sich manchmal mit anderen messen muss, doch das ist nicht meine Lieblingssache auf der Welt. Und um ehrlich zu sein, war es fast, wie eine Fußballmeisterschaft anzusehen. […] 

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Ich bin total glücklich darüber, dass wir gewonnen haben. Ich sage ‚wir‘, weil ich viele Nachrichten bekommen habe, in denen stand: ‚Ihr habt den ESC gewonnen! Gratulation!‘ Und ich dachte mir nur: ‚Ich habe doch gar nichts gemacht.‘ Mein einziges Glück heute war, dass ich Italienerin bin. […] Ich freue mich für Måneskin. Und sie sind wirklich jung, also werden sie Zeit haben, um an ihrer Karriere zu arbeiten. Doch ich finde es immer ziemlich traurig, wenn es ein Wettbewerb ist. Und ich freue mich auch darüber, dass eine Rock-Band gewonnen hat. Ich hoffe, dass die Begeisterung, die jeder heute hat, anhält. Alle in Italien haben gesagt: ‚Rock wird niemals sterben.‘ Und ich fragte mich nur: ‚Wo wart ihr vor zwei Tagen? Ihr sagt immer, dass es zu viele verzerrte Gitarren im Radio gibt.‘ Und urplötzlich ist jeder eine Rock’n’Roll-Seele, was ich echt enttäuschend finde. Hoffentlich wird sich etwas ändern, aber ich finde das wirklich schwierig.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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