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Black Label Society: Am Anfang war das Riff

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METAL HAMMER: Gibt es für dich so etwas wie ein Schlüssel-Riff auf dem neuen Album?

Da gibt es ein paar. ‘Lord Humungus’ etwa hat ein großartiges Riff. Einfach aufgrund seiner AC/DC-artigen Einfachheit. Das ist eine große Kunst. Auch wenn ich gerne Mahavishnu Orchestra und solche Sachen höre und den Fusion-Aspekt sowie die Fortschrittlichkeit und Komplexität solcher Musik zu schätzen weiß. Selbst dort, so irre das auch alles ist, höre ich primär Songs wie ‘Meeting Of The Spirits‘. Erst dann höre ich auf den fantastischen Jerry Goodman, Jan Hammer und John McLaughlin. Bei Ozzy ist es wiederum ein Riff wie das von ‘I Don’t Know’, das mit seiner Einfachheit besticht.

MH: Der Album-Opener ‘Name In Blood’ evoziert in der Gitarrenarbeit ganz zu Anfang ebenfalls AC/DC …

Das Finger-Picking, ja. Ich habe dazu schon diverse Vergleiche gehört. AC/DC, Van Halen. Wenn man es genau runterbricht, geht dieser Sound sowieso auf The Whos ‘Won’t Get Fooled Again’ oder die Manfred Mann-Version von ‘Blinded By The Light’ zurück, auch wenn das auf dem Keyboard gespielt wird.

Richtungsfrage

MH: Bezüglich ‘Ozzy’s Song’, der das Album mit einem würdigen Tribut beschließt. Der Tenor des Lieds ist, dass eure Beziehung und eure Freundschaft eine Traumkonstellation waren und du alles bekommen hast, was du dir je gewünscht hast. War es für dich besonders schwierig, diesen Text zu schreiben und diesen Gefühlen die richtigen Worte zu verleihen?

Zweifellos. Ich habe den Text in einer Sitzung geschrieben. Meine Frau Barb und ich haben gestern noch versucht zu erörtern, ob das geschehen ist, bevor oder nachdem wir Ozzy beigesetzt hatten. Ich glaube, ich schrieb die Lyrics vor der Beerdigung. Denn danach war ich schon wieder bei ein paar Pantera-Shows eingespannt. Als ich wusste, was ich ausdrücken will, fiel es mir relativ leicht, es zu Papier zu bringen. Das ist bei allen Songs so. Wenn man ein Restaurant eröffnen will, muss man sich anfangs auch für eine Küche entscheiden. Italienisch? Steakhouse? Fusion-Gourmetküche? Oder sowas wie Hooters, wo es nur Fingerfood gibt, aber am Ende doch die meiste Kohle rausspringt? Musikalisch standen selbst Black Sabbath einst vor dieser Richtungsfrage und mussten sich entscheiden. Ansonsten wären sie wohl weiterhin ziellos als Blues-Band herumgeirrt.

Wie ein Spiel

Bei Ozzys und dem Black Sabbath-Abschiedskonzert in Birmingham bist du zweimal aufgetreten. Das Set mit Pantera und später das mit Ozzy, bei dem du etliche Randy Rhoads-Songs gespielt hast, müssen doch zwei sehr emotionale Erlebnisse für dich gewesen sein, oder?

Für mich war das Ganze wie ein Spiel. Wenn man etwa am Super Bowl teilnimmt, weiß man genau, was bei dem Match auf dem Spiel steht. Aber man muss eben auch seinen Job machen. Zurückschauen kann man danach, aber währenddessen lag mein Hauptfokus darauf, dass Ozzy okay ist. Er hatte ja seit sechs Jahren nicht mehr live gesungen. Im Studio ist das etwas anderes, da kann man sich Zeile für Zeile vornehmen. Mein Hauptziel war also, dass alles gut läuft. Und es war toll, mit Mike, Adam und Tommy zusammen da oben zu stehen.

Ob seine Aktivitäten mit Panetra Einfluss auf NEGINES OF DEMOLITION hatten, wie es zum Track ‘Lord Humungus’ kam und wie wichtig die akustische Gitarre für Zakk Wylde ist, lest ihr in der METAL HAMMER-Aprilausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Frank Thießies schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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