Der Traum vom Rock-Star-Leben treibt die Musikbegeisterte Jugend noch immer um. So wird Black Label Society-Frontmann und Pantera-Gitarrist Zakk Wylde immer wieder von Leuten dazu befragt, ob er einen Rat für junge Musizierende hat. Im Interview mit Revolvers Jimmy Hubbard erklärt er, was in seinen Augen das Wichtigste ist.
Lebensunterhalt
Zunächst erklärt er, was Erfolg für viele Musiker bedeutet. Er sagt: „Ich spreche jetzt einfach mal für alle Musiker. Für uns ist es am wichtigsten, zu spielen und unsere Rechnungen bezahlen zu können. Klar, wenn man mit seiner Musik Multimillionär order Milliardär wird, ist das großartig. Aber das Wichtigste ist es, seine Rechnungen damit bezahlen zu können, den ganzen Tag zu spielen.“
Dann verrät er, welchen Rat er den Eltern angehender Rock-Stars sagt: „Wenn Eltern auf mich zukommen und fragen, ob ich einen Rat für sie habe, weil ihr Kind Musik machen möchte, sage ich immer, sie sollen wie Jimmy Page sein. Er ist voll dabei. Led Zeppelin ist sein Leben.
Tante-Emma-Laden
Man sollte der Musik sein Leben widmen, schließlich will man keinen miesen Job, den man hasst. Niemand will das. Und eigentlich ist es egal, ob man Musiker werden will oder Chefkoch, mit einem eigenen Restaurant oder Foodtruck, solange man das macht, was man liebt. Wenn man alles behandelt wie einen Tante-Emma-Laden, wo man sein eigener Boss ist, wird man sich dort entfalten und sein Glück finden“, sinniert der Gitarrist.
Rückblickend sagt er jedoch auch: „Ich hatte nie ein Problem damit, Rasen zu mähen, im Supermarkt in der Frischwarenabteilung zu arbeiten oder Autos an der Tankstelle zu betanken. Ich wusste, dass ich das nicht für den Rest meines Lebens machen würde, aber ich hatte dort Freunde und es war ein Mittel zum Zweck.
Ziel vor Augen
Es half mir, dorthin zu kommen, wo ich hinwollte. Ich war darin nicht gefangen, sondern hatte eine gute Zeit dabei, weil ich wusste, dass ich Geld für eine Gitarre und einen Verstärker zusammensparte, um das tun zu können, was ich will“, erklärt Wylde seinen optimistischen Blick auf die Dinge.
Für den Gitarristen war klar, dass sein Leben auch ohne das Privileg, mit Ozzy Osbourne spielen zu dürfen, immer mit Musik zu tun haben würde. Er erinnert sich: „Wenn ich nicht mit einem Ozzy in meinem Leben gesegnet gewesen wäre, hätten J.D. (John DeServio, Bassist – Anm.d.Red.) und ich einen Musikladen gehabt, oder wir hätten Musikunterricht gegeben und unsere Hochzeits- oder Coverband gehabt und so unsere Songs gespielt. Trotzdem würde sich alles um Musik drehen. Deswegen sollte man daraus sein Leben machen. Es ist das eigene Drehbuch, und man sollte es schreiben. Es ergibt keinen Sinn, deswegen unglücklich zu sein.“
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