Die Karriere von Glenn Hughes begann 1969 als Bassist und Sänger der Rock-Formation Trapeze. Seinen großen Durchbruch feierte der Brite jedoch mit Deep Purple, denen er von 1973 bis 1976 angehörte. Es folgten unter anderem Engagements bei Black Sabbath und The Dead Daisies. Darüber hinaus hat Hughes an zahlreichen anderen Projekten gearbeitet. Erst im September 2025 erschien mit CHOSEN sein 16. Soloalbum.
Inzwischen zählt der Musiker 74 Lenze und findet, dass er sich eine Pause verdient hat. Im Interview mit Metal Kaoz erklärt er daher: „Ich bin seit 1992 quasi ununterbrochen auf Tour. Ich hatte schon lange keine wirklich ausgedehnte Ruhephase mehr. Und so dachte ich mir, dass dieses Jahr der genau richtige Zeitpunkt dafür wäre.“
Einmalig
Dem fügt er hinzu: „Was mich betrifft, hatte ich eigentlich vor, mir das Jahr 2026 freizunehmen. Ich habe seit 30 Jahren wie ein Verrückter gearbeitet und hatte nie wirklich Zeit für eine Pause. Daher sollte 2026 für mich eigentlich ein Jahr ohne Auftritte und ohne neues Album werden. Alles, was ich also sicher weiß, ist, dass ich einen einzigen Auftritt gemeinsam mit meinen Freunden bestreiten werde – der Rest liegt in Gottes Hand.“
Der angesprochene einmalige Auftritt meint jenen mit The Dead Daisies 30. Mai im Arcada Theatre in St. Charles, Illinois. Glenn Hughes gesellt sich für diese seltene Darbietung zu Doug Aldrich, Tommy Clufetos und David Lowy und wird ein Set präsentieren, das zu gleichen Teilen aus zehn der beliebtesten Titel der Dead Daisies und zehn ikonischen Deep Purple-Klassikern besteht.
Bezüglich der Möglichkeit weiterer Termine mit derselben Musikerbesetzung meint Hughes: „Ich weiß nicht, was sie geplant haben – falls sie überhaupt etwas geplant haben. Ich weiß aber, dass ich mir nun eine Auszeit nehme. Darauf freue ich mich schon sehr. Aber wir haben tatsächlich über nichts anderes gesprochen als das Arcada Theatre. Im Grunde ist es lediglich eine einmalige Feier zu Ehren von Deep Purple und The Dead Daisies.“
Künftig wieder neue Musik entstehen zu lassen, schließt Hughes nicht aus. Nur könnte diese etwas anders klingen, als Fans es bislang gewohnt waren. „Ich mache schon seit 50 Jahren Rock-Musik – sogar noch länger –, und als Künstler, der sich ständig weiterentwickelt, muss ich auf meine Seele hören, in mich hineinhorchen und durchatmen. Ich sage damit nicht, dass ich keine Rock-Musik mehr machen werde, aber es wird kein klassischer Rock im herkömmlichen Sinne sein.“ Da ihm die Musik sehr viel bedeute, wolle er diese auch keineswegs an den Nagel hängen.
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